Autenhausen

Happy End in Autenhausen

Erweiterung und Umgestaltung der Freizeitanlage Autenhausen sind gesichert - dank des nun auch offiziell zugestellten Leader-Bescheids. Eine Aufteilung des Projekts hatte es schließlich überhaupt erst möglich gemacht.
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Hier, wo bereits die Erde ausgehoben wurde, sollen einmal die zusätzlichen Container mit sanitären Anlagen stehen. Martina Kilian zeigt Andreas Ehrhard und Bernhard Bäck die Höhen an.  Fotos: Bettina Knauth
Hier, wo bereits die Erde ausgehoben wurde, sollen einmal die zusätzlichen Container mit sanitären Anlagen stehen. Martina Kilian zeigt Andreas Ehrhard und Bernhard Bäck die Höhen an. Fotos: Bettina Knauth
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"Mein erster Förderbescheid!" Nicht nur Seßlachs Bürgermeister Maximilian Neeb (FW) strahlte gestern über das ganze Gesicht. Die nun auch offizielle Unterstützung der "Neugestaltung und Erweiterung der Freizeitanlage Autenhausen" durch das Leader-Programm des Bayerischen Staatsministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (StMELF) erfreute besonders den Förderverein Freizeitanlage Freibad Autenhausen. "Ohne die Hilfe von Leader hätten wir das gesamte Projekt nicht realisieren können", sagte Vorstand Andreas Gsänger beim Mediengespräch auf der Baustelle.

Ohne das unermüdliche Engagement des Fördervereins wäre das Bad vermutlich längst geschlossen, gab Tobias Gruber das Lob zurück. Der Manager der Lokalen Aktionsgruppe Coburg Stadt und Land verwies auf den hohen Eigenbeitrag, der auf den Förderbetrag angerechnet wird: Für insgesamt 165 000 Euro bekommt die Freizeitanlage neue Außenanlagen. Zusätzlich werden sanitäre Anlagen geschaffen und der Kiosk modernisiert. 47 000 Euro kommen von Leader, 90 000 Euro steuert der Förderverein durch Leistungen bei. Somit verbleiben 27 000 Euro, die von der Stadt Seßlach zu tragen sind. "Durch gute Zusammenarbeit haben wir die Fördermittelgeber überzeugt", sagte Neeb. Schwer sei das nicht gewesen, betonte Michael Hofmann, Leader-Koordinator für Oberfranken. Schon 2004, als hier die Absorber-Anlage unterstützt wurde, sei die "sehr aktive Bürgerschaft" aufgefallen, fügte der Vertreter des Amts für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Münchberg hinzu, das die Maßnahme betreut: "Leader lebt von dieser Zusammenarbeit mit engagierten Bürgern, ohne die geht es nicht."

Gruber hat nicht lockergelassen

Gsänger hob Grubers großen Anteil hervor. Der Coburger LAG-Manager habe den "Anschub gegeben" und trotz Rückschlägen seit 2016 immer wieder neue Ideen geprüft, um die Maßnahme doch noch realisieren zu können. Das gesamte Projekt wurde aufgeteilt: Der Umbau des Freibades zum Naturbad wurde ermöglicht durch eine Förderung durch das Amt für Ländliche Entwicklung (ALE). Es steuert 325 000 Euro der auf rund 505 000 Euro geschätzten Kosten bei, auf die Stadt Seßlach entfallen noch rund 180 000 Euro.

Auch MdL Michael Busch (SPD) zollte als Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe dem Förderverein größten Respekt, weil er trotz der "schweren Geburt" infolge immer neuer Hindernisse nicht aufgegeben habe. Noch als Landrat war Busch dem Verein beigetreten, um seinen Rückhalt zu demonstrieren. "Naturbad und Freizeitanlagen werden bald nach außen strahlen und nach innen ein Treffpunkt sein", zeigte sich der SPD-Politiker überzeugt. Genau das fördere Leader. Beide Einrichtungen gehören für Hofmann zu einem "bunten Strauß an Freizeitangeboten, die von Bürgern ermöglicht und von ihnen umgesetzt werden".

Es gibt eine Kernfrage

Bei der Entscheidung, welche Maßnahme gefördert wird, laute die Kernfrage stets: "Bringt es der Region etwas?" In Autenhausen profitierten die Bürger eindeutig davon. Landrat Sebastian Straubel (CSU) sagte: "Hier entsteht ein Anziehungspunkt für die gesamte Region Coburg.Rennsteig."

Im Sommer wird die Freizeitanlage von vielen Jugendgruppen genutzt. Zukünftig werden sie mit Wasser duschen, das mit Solarenergie aufgewärmt wird. Auf dem Dach der Blockhütte soll eine PV-Anlage installiert werden. Auch neue Zielgruppen wie Wohnmobilisten und Radfahrer, die den Werra-Obermain-Radweg nutzen, sollen hier haltmachen. Für E-Bikes wird eigens eine Ladestation installiert werden.

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