Gößweinstein
Kommunalwahl

Hanngörg Zimmermann tritt diesmal nur für die Freien Wähler an

Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler (FW) für die Kommunalwahl 2020. Von den zwölf anwesenden Vereinsmitgliedern der FW Gößweinstein wurde Zimmermann...
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FW-Chef Rainer Polster (r.) und Protokollführerin sowie Marktgemeinderätin Daniela Drummer gratulieren Hanngörg Zimmermann zur einstimmigen Wahl bei den Freien Wählern zum Gößweinsteiner Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl.  Foto: Thomas Weichert
FW-Chef Rainer Polster (r.) und Protokollführerin sowie Marktgemeinderätin Daniela Drummer gratulieren Hanngörg Zimmermann zur einstimmigen Wahl bei den Freien Wählern zum Gößweinsteiner Bürgermeisterkandidaten für die Kommunalwahl. Foto: Thomas Weichert
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Bürgermeister Hanngörg Zimmermann (BMG) ist der Bürgermeisterkandidat der Freien Wähler (FW) für die Kommunalwahl 2020. Von den zwölf anwesenden Vereinsmitgliedern der FW Gößweinstein wurde Zimmermann im "Scheffel-Gasthof" einstimmig nominiert.

Zimmermann selbst betonte, dass er sich nicht zur Wiederwahl stelle, sondern sich neu um das Amt des Gößweinsteiner Bürgermeisters bewerbe. FW-Chef Rainer Polster betonte, dass Gößweinstein mit Zimmermann einen sehr fleißigen Bürgermeister habe. Anders als bei der letzten Kommunalwahl tritt Zimmermann diesmal nur für die FW als Bürgermeisterkandidat an.

Vor knapp sechs Jahren wurde der ehemalige CSU-Ortsvorsitzende in einer gemeinsamen Nominierungsversammlung der FW, der Bürgergemeinschaft (BG) und Zimmermanns eigener Liste Bürger Markt Gößweinstein (BMG) zum Kandidaten nominiert und gewann dann die Stichwahl gegen den langjährigen Bürgermeister Georg Lang (CSU). Die Wählerlisten BG und BMG wollen Zimmermann jedoch auch diesmal unterstützen. Listenführer der von ihm gegründeten BMG wird Zimmermann nicht mehr sein; auf seiner eigenen Liste wird er eher im Mittelfeld rangieren.

Für Zimmermann ist es wichtig, dass seine erneute Kandidatur als "förmliche Bewerbung" verstanden wird. Und zu dieser Bewerbung hatte Zimmermann ein 22-seitiges Papier vorgelegt, das er mit "Soll-Ist-Vergleich zum Wahlprogramm 2014 überschrieben hatte.

Zimmermann betonte, dass es bisher eine kurzweilige Periode gewesen sei, in der viel erreicht werden konnte. "Ohne meine Stellvertreter hätte ich vieles nicht tun können, weil sie mir immer den Rücken freigehalten haben", lobte Zimmermann vor allem Georg Bauernschmidt (SPD) und Manfred Eckert (CSU) "Was wir geschafft haben, ist vor allem eine Teamarbeit des gesamten Gemeinderats", betonte er. Denn in den letzten fünfeinhalb Jahren habe man mehr erreicht als vorher in vielen Jahren, "weil man sich damals im Rat nicht grün war", so Zimmermann.

Ganz wichtig seien ihm, so Zimmermann, auch die Bürgerversammlungen. Während seiner Amtszeit waren es bisher 48, die insgesamt 1341 Bürger besucht haben. "Ich brauche das Feedback der Bürger, Dialoge sind wichtig als Instrument, das ich gerne genutzt habe", sagte Zimmermann. Zehn Bürgerversammlungen stehen bis zu Bürgermeisterneuwahl noch aus.

Wichtig ist für Zimmermann auch die Stärkung des Ehrenamts, ohne große bürokratische Hürden aufzustellen. Was ihm auch sehr am Herzen liege, sei die Grund- und Mittelschule Gößweinstein, in der als erster Schule im Landkreis Forchheim die Digitalisierung eingeführt worden sei. Was für die Schule nun noch aussteht, sei der Glasfaseranschluss. Zimmermann kündigte an, dass die beschlossene Doppelturnhalle, die auch als Veranstaltungshalle mit einer Gesamtkapazität von 1100 Leuten genutzt werden kann, in zwei Jahren stehen werde.

Die Feuerwehren seien ebenso wichtig wie die Helfer vor Ort (HVO). Außerdem werde Gößweinstein nicht nur Energiekosten einsparen, sondern auch CO2 . Alleine durch die bereits fast komplett umgesetzte Umstellung der Straßenbeleuchtung auf die LED-Technik würden pro Jahr 91,7 Tonnen CO2 eingespart.

Ein Thema, das Zimmermann sehr auf den Nägeln brennt, ist das Rathaus. Dazu müsse heuer noch die Entscheidung fallen, ob man mit der Kirchenverwaltung gemeinsame Sache machen könne. Plan B wäre ein Rathausneubau. Die beiden großen Projekte Rathaus und Turnhalle sieht er sehr entspannt. Denn die Schulden seien in seiner Amtszeit von rund 6,2 Millionen auf rund 3,6 Millionen Euro reduziert und noch zusätzlich eine Rücklage von rund 2,5 Millionen Euro aufgebaut worden.

Polster konnte am Schluss Iris Zimmermann und Markus Neuner als neue Mitglieder der Freien Wähler begrüßen.

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