Hannberg
Aktion

Hannberger weisen vor der Kerwa auf ihre demokratische Gesinnung hin

Zur Hannberger Kerwa vor zwei Jahren sollte der Dorfplatz vor der Kirchenburg eigentlich fertig sein und in der Mitte ein Brunnen stehen: Aber er präsentiert sich seit drei Jahren als Baustelle. Die V...
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Der Hannberger Dorfplatz am Mittwochabend Foto: Richard Sänger
Der Hannberger Dorfplatz am Mittwochabend Foto: Richard Sänger

Zur Hannberger Kerwa vor zwei Jahren sollte der Dorfplatz vor der Kirchenburg eigentlich fertig sein und in der Mitte ein Brunnen stehen: Aber er präsentiert sich seit drei Jahren als Baustelle. Die Verzögerungen entsanden durch Unstimmigkeiten zwischen Planer, dem staatlichen Bauamt, der beauftragten Baufirma sowie der Gemeinde. Zwischenzeitlich wurde eine Einigung erzielt und eine neue Baufirma beauftragt, aber zur Kerwa am kommenden Wochenende ist der Platz wieder nicht fertig.

Der unfertige Platz war den Ortsburschen ein Dorn im Auge. Deshalb wurde er vor einem Jahr mit Birken geschmückt und sie warben mit "Bier zum Schöntrinken" für die Kerwa. Damit sich der Dorfplatz am Wochenende nicht wieder so trist zeigt, nahmen jetzt die Ortsburschen und -madla die Sache erneut selbst in die Hand.

Während nebenan in der Baumüller-Festhalle das 50-jährige Bestehen der CSU-Seebachgrund mit politischer Prominenz gefeiert wurde, griffen die jungen Leute zu Pflastersteinen und verschönerten den Dorfplatz unter dem Motto "Solidarisch - Weltoffen - Hannberg".

Der Dorfplatz war mit geschmückt mit einer Lichterkette und sollte die Vorfreude auf die Kerwa zeigen. Die Aktion war der Hinweis darauf, dass Hannberg weltoffen und solidarisch mit Fremden ist. Die Personenschützer beäugten die Aktion vor dem Eintreffen von Innenminister Joachim Herrmann etwas misstrauisch, aber dahinter steckte keine Gegendemonstration, sondern Eigeninitiative. sae



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