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Ahorn

Handschlag für ein Netzwerk

Der Vorstand des Marienvereins Ahorn hatte sich mit der Frage beschäftigt, wie er als großer Sozialverein die Situation älterer und teils pflegebedürftiger Menschen weiter verbessern kann - und hatte dann eine Idee.
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Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Bürgerhaus Linde in Ahorn (von links): vorne: Tobias Knötig, Maximilian Neeb, Martin Finzel und Werner Hanke; hinten: Nicola Steffen-Rohrbeck, Silvia Schinkel, Anita Krahl, Yvonne Hagner und Gerhard Haderlein  Foto: Gabi Bertram
Unterzeichnung des Kooperationsvertrages im Bürgerhaus Linde in Ahorn (von links): vorne: Tobias Knötig, Maximilian Neeb, Martin Finzel und Werner Hanke; hinten: Nicola Steffen-Rohrbeck, Silvia Schinkel, Anita Krahl, Yvonne Hagner und Gerhard Haderlein Foto: Gabi Bertram

Mit über 400 Mitgliedern ist der Marienverein Ahorn einer der größten im Landkreis Coburg und Mieter der Sozialstation im Bürgerhaus Linde. "Mitten im Ort, gut erreichbar und mit anderen Angeboten gut vernetzt", sagt Gerhard Haderlein, Schatzmeister im Verein, "hatte die Räumlichkeit doch seit einem Jahr leer gestanden. Nun soll hier wieder Leben einziehen." Mit dem Diakonieverein Weitramsdorf-Seßlach zieht ein weiterer Partner im breitgefächerten sozialen Netzwerk der Pflege, Betreuung und Begleitung älterer und kranker Menschen ins Bürgerhaus Linde in Ahorn ein. Am Donnerstag wurde der Kooperationsvertrag unterzeichnet.

Bürgermeister Martin Finzel erklärt, neben den Sprechstunden des Seniorenbeirats, der Sozialberatung des Förderkreises Ahorn, dem Angebot Galileo-Gerät, dem Café und Treffpunkt mehrerer Selbsthilfegruppen werde das breit aufgestellte soziale Netzwerk nun um die Leistungen des Diakonievereins Weitramsdorf-Seßlach bereichert. Den entsprechenden Kooperationsvertrag unterzeichneten Pfarrer Tobias Knötig, Vorsitzender des Krankenpflegevereins Seßlach-Weitramsdorf, Maximilian Neeb, Bürgermeister der Stadt Seßlach, Werner Hanke, amtierender Bürgermeister von Weitramsdorf, und Martin Finzel, Bürgermeister von Ahorn.

Der Vorstand des Marienvereins Ahorn hatte sich in den vergangenen Monaten intensiv mit der Frage beschäftigt, wie er als großer Sozialverein die Situation der älteren und teils auch pflegebedürftigen Menschen weiter verbessern kann. Insbesondere die Frage einer qualitätsvollen Pflege von kranken und älteren Menschen in den "eigenen vier Wänden" und die Begleitung der betroffenen Familien in der häuslichen oder ambulanten Pflege habe dabei im Fokus gestanden, erklärt Vereinsvorsitzender Finzel. Die Pflege stehe vor neuen Herausforderungen, und so sei Ziel gewesen, nach dem Ausscheiden von Schwester Anita, die über 35 Jahre die Sozialstation geleitet hatte und noch immer als Zweite Vereinsvorsitzende agiert, eine gute Lösung für die Gemeinde Ahorn zu finden.

Die sieht nun so aus: Der Marienverein bleibt weiter Teil der großen BRK-Familie und kann von allen Angeboten, vom Reisetransport bis zum Essen auf Rädern, profitieren. Gleichzeitig unterstützen die Ehrenamtlichen des Vereins die regelmäßige Blutspende, so dass das Angebot der BRK-Sozialstation genutzt werden kann. Allerdings, erklärt Finzel, sei der Standort der BRK-Station seit Mitte letzten Jahres in Untersiemau, was die Ahorner dazu gebracht habe, nach neuen Wegen zu suchen.

Der Marienverein bietet den Mitgliedern bereits jetzt ein breites Angebot der sozialen Begegnung, von Ausflügen über Sommerfeste oder Weihnachtsfeiern bis hin zu den wöchentlichen Kaffeezeiten. Mit der strategischen Kooperation mit der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach als starkem Partner im Bereich der Pflege wird nun das Angebot in seiner Vielfalt um Demenzberatung und Palliativpflege erweitert. Pflegedienstleiterin Silvia Schinkel verwies nicht nur darauf, dass in Ahorn langjährig vertraute Mitarbeiter auch im Stützpunkt für die ambulante Versorgung und Pflege als Ansprechpartner eingesetzt würden, sondern auch auf die außerordentlich gute und engagierte Kommunikation der Partner.

Das neue Angebot der Diakoniestation Weitramsdorf-Seßlach wird am Sonntag, 1. März, von 13 bis 17 Uhr bei einem Tag der offenen Tür im Bürgerhaus Linde den Bürgern vorgestellt.