Heßdorf
KOMMENTAR von Michael Busch

Hand in Hand

In den vergangenen Tagen war hier im Fränkischen Tag zu lesen, dass es Unruhe und Diskussionen bei den Feuerwehren entlang der Autobahn gibt. Es wurde gesprochen und gestritten über Zuständigkeiten, w...
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In den vergangenen Tagen war hier im Fränkischen Tag zu lesen, dass es Unruhe und Diskussionen bei den Feuerwehren entlang der Autobahn gibt. Es wurde gesprochen und gestritten über Zuständigkeiten, wer bei welchen Alarmierungsstichworten auf die Autobahn fährt, wer überhaupt das notwendige Einsatzwerkzeug mitbringt, wer die entsprechende Ausbildung hat.

Bei allem Schlechten, was solch ein Unfall wie dieser Auffahrunfall mit sich bringt, zeigt sich aber etwas durchaus Wichtiges: All die Diskussion wird ad absurdum geführt, wenn die Kräfte wirklich gebraucht werden. Wenn die ehrenamtlichen Retter, ebenso wie die hauptamtlichen Kräfte (in diesem Fall aus Erlangen) gemeinsam dafür sorgen, dass Menschen aus ihrer Not gerettet werden. Wenn gemeinsam angepackt wird und nicht gefragt wird, wer von welcher Einheit kommt. Es vereint alle Kräfte, dass sie alles geben, um anderen Menschen zu helfen.

Wer zuerst da war, ist kein Gesprächspunkt vor Ort, wer an welcher Stelle mehr geholfen hat, das ist bei den Einsatzkräften völlig uninteressant. Das Ego hat am Unfallort nichts zu suchen.

Ein Feuerwehrmann sagte vor Ort zu einem Kameraden aus der benachbarten Wehr: "Schön, dass wir zusammen können!"

Das ist im Übrigen keine verklärte Ansicht eines Zeitungsreporters. Ich war bei dem Einsatz selber dabei, da ich auch als ehrenamtlicher Feuerwehrmann (in Dechsendorf) aktiv bin. Und am Einsatzort ist man weder Reporter, Bänker, Handwerker oder Doktor. Die Berufe aus dem normalen Leben, spielen keine Rolle. Dort ist man einfach nur Helfer - ehrenamtlich oder hauptberuflich, Mann oder Frau - und genau das zeichnet die Rettungskräfte aus.

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