Hallstadt
hallstadt.inFranken.de  Mit einem unterhaltsamen Festkommers feierte die Feuerwehr ihr großes Jubiläum.

Hand in Hand zum Schutz aller

Natürlich wurden in Hallstadt schon immer Brände gelöscht. Eine organisierte Feuerwehr gibt es in Hallstadt aber seit seit 150 Jahren. Das wird in diesem Jahr groß gefeiert. Dank vier beherzter Hallst...
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Auf dem Ehrungsfoto sind (mit Urkunden v. l.) Michael Förtsch, Karl-Werner Leikheim und Erhard Groh zu sehen. Foto: Johannes Michel
Auf dem Ehrungsfoto sind (mit Urkunden v. l.) Michael Förtsch, Karl-Werner Leikheim und Erhard Groh zu sehen. Foto: Johannes Michel

Natürlich wurden in Hallstadt schon immer Brände gelöscht. Eine organisierte Feuerwehr gibt es in Hallstadt aber seit seit 150 Jahren. Das wird in diesem Jahr groß gefeiert.

Dank vier beherzter Hallstadter konnte Anfang 1869 eine freiwillige Feuerwehr gegründet werden. Binnen kurzer Zeit verpflichteten sich 98 Personen dem freiwilligen Dienst. Die Ausstattung war noch recht spartanisch, Kriege wie der deutsch-französische Krieg 1870/71 und die beiden Weltkriege sorgten immer wieder für eine dünne Personaldecke.

1956 konnte das erste motorisierte Fahrzeug, ein Löschfahrzeug 8 (LF 8) gebraucht von der Stadt Bamberg gekauft werden. Und heute? Der Fuhrpark der Feuerwehr Hallstadt ist wirklich beeindruckend. Kein Wunder, dass die Feuerwehr mehr Platz braucht, den sie mit dem gerade im Bau befindlichen neuen Feuerwehrhaus auch bekommt.

Dieses war aber beim Festkommers im Kulturboden nicht das große Thema. Im Mittelpunkt standen vielmehr die Menschen und der Verein "Feuerwehr". In unterhaltsamer und zugleich würdiger Art und Weise präsentierten Kommandant Stephan Groh, Florian Kügler und Christian Schrey die über 150 Seiten umfassende Chronik.

Auch die Jugendgruppe feiert dieses Jahr. Denn die Aufgaben haben sich gewandelt, wie besonders Landrat Johann Kalb und Kreisbrandrat Bernhard Ziegmann betonten. Brände machen nur noch einen geringen Prozentsatz der Einsätze aus, vielmehr spielen technische Hilfeleistungen, Absicherungen, Einsätze auf der Autobahn und auch Starkregenereignisse eine Rolle. Auch dafür muss eine Feuerwehr ausgestattet und ausgebildet sein.

"Das neue Feuerwehrhaus wird hier für die positive Entwicklung der Wehr in der Zukunft wichtig sein", betonte Bürgermeister Thomas Söder, der die Schirmherrschaft übernommen hat. Er lobte das ehrenamtliche Engagement der Freiwilligen. Zum Jubiläum durfte sich die Feuerwehr im Goldenen Buch der Stadt verewigen.

Besonders wertvoll ist der Freiwilligen Feuerwehr Hallstadt die Zusammenarbeit mit den Nachbarwehren. Denn eine Anekdote, die Volker Albrecht, ehemaliger Kommandant aus Dörfleins, erzählte, soll sich so nie wieder ereignen: In Hallstadt brannte es, die Dörfleinser Wehr war noch vor den Hallstadtern am Einsatzort - und sollte wieder weggeschickt werden, Zitat: "Das ist ein Hallstadter Feuer!" Heute ist so etwas längst Vergangenheit, gemeinsame Übungen und Einsätze sind Standard.

Und so waren zum Festkommers die Patenvereine aus Oberhaid, Unterhaid, Kemmern und eben Dörfleins angereist. Auch die Jugendfeuerwehr feiert - sie gibt es seit 50 Jahren, als erste Jugendfeuerwehr im Landkreis Bamberg.

50 Jahre aktiver Dienst

Auf dem Programm standen auch Ehrungen, darunter eine ganz besondere. Für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Hannelore Ott, Christian Diller, Michael Jungnickel, Thomas Renner, Florian Kügler und Stephan Groh ausgezeichnet.

Seit 40 Jahren sind Michael Förtsch und Karl-Werner Leikheim aktiv mit dabei. Und auf stolze 50 Jahre aktiven Dienst - eine bisher einmalige Ehrung im Landkreis Bamberg - bringt es Erhard Groh.

Auch der Feuerwehrverein unter dem Vorsitzenden Johannes Hanauer ehrte langjährige Mitglieder: für 25 Jahre Rita Kuhnke, Hannelore Ott, Veit Popp, Alfons Eichhorn, Lothar Raab, Gerald Schwieger und Florian Kügler, für 50 Jahre Mitgliedschaft Erhard Groh, Hans Güßregen, Johann Pflaum, Hans Pflaum, Rudolf Koch, Christian Bauer, Gerhard Bauer, Peter Wolf und Michael Wolf.

Vor dem Festkommers gestaltete Dekan Christoph Uttenreuther zusammen mit den evangelischen Pfarrern Susanne Wittmann und Andreas Wittmann-Schlechtweg den Gottesdienst. Ausgehend vom Gleichnis des barmherzigen Samariters verdeutlichte Dekan Uttenreuther die Gemeinsamkeiten der christlichen Botschaft im Evangelium mit dem tatkräftigen Handeln der Feuerwehrleute.

Mit dem Festkommers sind die Feierlichkeiten noch nicht beendet: Vom 20. bis 23. Juni steht das Festwochenende mit Kreisfeuerwehrtag auf dem Programm. Johannes Michel

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