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Hammelburger Winzer punktet beim 34. Berufswettbewerb

Leon Rauschmann gehört zu den besten Nachwuchs-Winzern der Bundesrepublik. Der 21-Jährige hatte sich für den Bundesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend 2019 qualifiziert, der Anfa...
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Leon Rauschmann gehört zu den besten Nachwuchs-Winzern der Bundesrepublik. Der 21-Jährige hatte sich für den Bundesentscheid des Berufswettbewerbes der deutschen Landjugend 2019 qualifiziert, der Anfang Juni in Nordheim (Baden-Württemberg) ausgetragen wurde. In der ganzen Republik hatten sich bei den deutschen Meisterschaften

der Agrarwirtschaft mehr als 10 000 junge Menschen miteinander gemessen.

Beim Finale musste der junge Mann, der auf dem Weingut Thomas Mend den Beruf des Winzers erlernt, in Berufstheorie und -praxis seine Kenntnisse beweisen. Auch sein Allgemeinwissen - von Unfallschutz bis zu europäischen Hauptstädten - und seine Präsentationsfähigkeiten wurden im Finale des 34. Berufswettbewerbs bewertet.

Ging es in der Berufstheorie noch um die Unterschiede zwischen Rosé, Weißherbst und Rotling, war im Weinberg der fachkundige Blick gefragt. Wie sind die Verhältnisse, welche Maschine und welche Werkzeuge sind in Nordheim am besten geeignet, um den Boden zu belüften und die Begrünung am besten einzuarbeiten. Nachdem Leon Rauschmann das für sich geklärt hatte, ging es an den Praxistest. Die zweite Aufgabe führte sie direkt in die Privatkellerei Rolf Willy: Um einen Wein steril abzufüllen, war ihr Umgang mit dem Schichtenfilter gefragt.

Der Hammelburger hielt den kritischen Blicken der Prüfer stand und vereinte am Ende 77,80 Punkte auf sich. Damit ist er der viertbeste Jungwinzer in Ausbildung der Bundesrepublik. In den fast vier Monaten seit Beginn habe er viele Erfahrungen gesammelt, die ihn persönlich voranbringen, sagt er rückblickend.

Als einer der Besten aus dem Weinanbaugebiet Franken ging es Leon Rauschmann weniger darum sich zu beweisen, als um den Blick über den Tellerrand. Der hat ihm nicht nur neues Wissen und Selbstbewusstsein gebracht, sondern auch ein Netzwerk, mit dem sich berufliche Herausforderungen - digital wie analog - besser meistern lassen. Für die Ausbildung zum Winzer hatte er sich entschieden, weil er sowohl den "grünen Teil" der Traubenproduktion als auch den technischen Aspekt in der Kellerwirtschaft spannend

findet.

Nach seiner Ausbildung möchte er Weinbau studieren. Im Anschluss strebt er eine "Tätigkeit in einem Weinlabor oder den Aufbau eines Nebenerwerbbetriebes an". red

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