Hallstadt

Hallstadter Marktplatz: Überdachung testen, Stelen anschaffen

Anette Schreiber Die Neugestaltung des Marktplatzes und der Lichtenfelser Straße bildet derzeit die zentrale Großbaustelle in der Stadt. Nun stellte der Stadtrat in diesem Zusammenhang weitere Weichen...
Artikel drucken Artikel einbetten

Anette Schreiber Die Neugestaltung des Marktplatzes und der Lichtenfelser Straße bildet derzeit die zentrale Großbaustelle in der Stadt. Nun stellte der Stadtrat in diesem Zusammenhang weitere Weichen für die Zukunft. Die Überdachung für Veranstaltungen gehörte ebenso dazu wie die Beleuchtung.

Auf dem schönen neu gestalteten Platz sollen zukünftig auch wieder Veranstaltungen stattfinden. Solche mit Überdachung gehören dazu. Prinzipiell war da erst einmal zu entscheiden, ob man eine große Lösung - in der Art eines Zeltes - umsetzen will. Oder aber mit kleinteiligen, flexiblen Lösungen arbeiten will. Schnell hatte sich nach der von Bürgermeister Thomas Söder (CSU) geleiteten Sitzung Letzteres als von der Mehrheit gewünscht herausgestellt.

Die Kosten dafür bewegen sich im unteren sechsstelligen Bereich, wie einzelne Vorschläge zeigten. Feste Bodenhülsen möchte man eigentlich nicht mehr verbauen.

Bei den kommenden Veranstaltungen sollen nun mögliche Varianten getestet werden, bevor eine endgültige Entscheidung fallen soll. Dazu gehört auch Klarheit in der Frage Mieten oder Kaufen, wobei beim Kauf auch der Aspekt der Lagerung zu berücksichtjgen ist.

Illuminierung

Im Vorfeld der nun laufenden Marktplatzgestaltung hatten Studierende aus Coburg zu Testzwecken den Marktplatz und sein Umfeld innovativ beleuchtet. Die so gewonnenen Erkenntnisse fließen nun in eine dauerhafte Illumination ein. Dafür werden nun diverse multifunktionale Stelen beschafft, in die zudem Lautsprecher - etwa für Prozesionen -, aber auch Lichtspots integriert werden können. Eine Stele kostet circa 6000 Euro. Der Stadtrat möchte nun nicht nur den Marktplatz selbst, sondern auch ab der Bücherei weitere derartige Stelen aufstellen. Geschätzte Kosten: etwa 240 000 Euro.

Michael Beck (CSU) sprach dann an, dass noch nicht alle Anlieger bereit sind, ihre Anwesen am Marktplatz beleuchten zu lassen. Hier sollten die Stadträte noch mehr Überzeugungsarbeit leisten, fand Claudia Büttner (BB), auch nachdem Harald Werner (SPD) geschildert hatte, dass ihm das bei einer Anwohnerin gelungen sei. Yasmin Birk (SPD) fand es sei viel Aufklärungsarbeit seitens der Verwaltung geleistet worden, man solle es aber noch ein letztes Mal probieren. Beschlossen wurde nun jedenfalls, dass auch im weiteren Bauabschnitt Stelen installiert werden.

Nachdem es im vergangenen Jahr bei der Anna-Kerwa zu unschönen Begebenheiten gekommen war, versucht die Stadt einer Wiederholung dessen vorzubeugen: Mit einer Satzung, die den Alkoholgenuss nur auf dem abgegrenzten Festgelände und auf den Schankflächen der Gaststätten zulässt. Mit der Satzung, so der Bürgermeister, hätten die Ordner nun eine Grundlage, um einzuschreiten zu können.

Kämmerer Markus Pflaum schilderte einen der Missstände: "Ich habe gesehen, dass Erwachsene 13/14-jährige Mädchen mit Alkohol versorgten", die sich bis ins Koma betrunken haben. Auf einem abgesperrten Festglände hätten Ordnungskräfte Möglichkeiten einzuschreiten. Die Verordnung mit entsprechendem Geltungsbereich ermögliche Kontrollen und Einschreiten auch im definierten Bereich. Das bedeutet, wer nun Alkohol mitbringt oder außerhalb der Flächen konsumiert, wo das gestattet ist, muss mit einer Geldstrafe von bis zu 1000 Euro rechnen.

Der Geltungsbereich bezieht unter anderem auch auf Plätze wie den Bahnbereich ein, damit sich nicht der Alkohlkonsum verlagert.

Harald Werner (SPD) zeigte einerseits Genugtuung, dass die von ihm bereits im letzten Jahr angesprochene Problematik nun angegangen wird. Andererseits geht ihm der Geltungsbereich der Verordnung dann doch zu weit. Anderen Gremiumsmitgliedern, darunter sogar in Werners eigener Fraktion, war der Geltungsbereich fast nicht weit genug. KämmererPflaum machte für die Verwaltung auf Widersprüchliches aufmerksam. Letztlich wurde der von der Verwaltung erarbeitete Verordnungsentwurf dann jedoch bei zwei Gegenstimmen abgesegnet.

Gefährliche Mainbrücke

Werner sprach dann auch noch ein anderes Problemthema an: Das der Brücke zwischen Hallstadt und Dörfleins, die seit einigen Wochen nur noch einseitig befahrbar ist. Besonders für Radfahrer sei die neue Situation hochgefährlich, wie der Unfall eines Bekannten zeige. Auf der Brücke würden sich immer wieder Räder begegnen. Man müsse dringend etwas unternehmen, forderte er.

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren