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Haßfurt
grusel-Nacht

Halloween zeigte nicht seine hässliche Fratze

Ohne besondere Vorkommnisse verlief die Nacht zum 1. November (Freitag) in Unterfranken. Die Polizei hatte wegen Halloween den einen oder anderen Einsatz mehr zu bewältigen, allerdings hielten sich na...
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Halloween verlief weitgehend sehr ruhig.  Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa
Halloween verlief weitgehend sehr ruhig. Symbolfoto: Patrick Pleul/dpa

Ohne besondere Vorkommnisse verlief die Nacht zum 1. November (Freitag) in Unterfranken. Die Polizei hatte wegen Halloween den einen oder anderen Einsatz mehr zu bewältigen, allerdings hielten sich nach jetzigem Stand Sachbeschädigungen, Ruhestörungen oder auch Körperverletzungen in Grenzen. Im Landkreis Haßberge gab es zwei Halloween-Vorfälle, über die die beiden Inspektionen in Haßfurt und Ebern informierten.

Ein erster Überblick über das Halloween-Geschehen weist laut Polizeiangaben für ganz Unterfranken unter anderem sieben Körperverletzungsdelikte, neun Sachbeschädigungen und 20 Ruhestörungen aus. Bei den Sachbeschädigungen ging es wie auch in den Vorjahren um Schmierereien, Eier, die an Hauswänden landeten, oder um beschädigte Fahrzeuge. Körperverletzungen ereigneten sich beispielsweise im Zuge von Veranstaltungen. Hier war nicht selten zu viel Alkohol bei den Beteiligten im Spiel.

Sand und Maroldsweisach

Blickt man in die Regionen, finden sich einige Beispiele für typische Einsätze in dieser Nacht: In Sand und in Kitzingen landeten rohe Eier an Hauswänden. Zwischen 16.15 und 19.30 Uhr wurde die Hausfassade in der Straße "Anger" in Sand mit mehreren rohen Eiern beworfen. Da sich die Reinigung der Wand schwierig darstellt, ist der Schaden erheblich. Die Polizei schätzt ihn auf eine Summe im niedrigen dreistelligen Bereich. Hinweise auf den oder die Täter liegen nicht vor.

Mit Halloween hat vermutlich auch ein Vorfall in Maroldsweisach zu tun. In der Nacht zum Freitag klingelten Unbekannte im Birkenfelder Weg bei einer älteren Frau. Da sie die Tür nicht öffnete, warfen die Unbekannten einen großen Blumenkübel mit Astern, der vor der Haustüre stand, um. Der gesamte Inhalt verteilte sich auf der Treppe zum Anwesen. Es entstand kein Sachschaden.

Noch ein Blick in den benachbarten Landkreis Bamberg: In der Nacht zum Freitag kam es in Oberhaid bei einer Halloween-Veranstaltung zu einer tätlichen Auseinandersetzung zwischen zwei Männern. Ein 28-jähriger Mann aus Bamberg war mit einem ebenfalls 28-jährigen Mann aus Oberhaid in Streit geraten. Im Verlauf der Auseinandersetzung versetzte der Bamberger seinen Kontrahenten einen Kopfstoß. Im Anschluss daran fuhr der Bamberger mit seinem Pkw davon, obwohl er erheblich alkoholisiert war. Versuche, ihn aufzuhalten, scheiterten.

An seiner Wohnanschrift konnte der Mann schließlich von der Polizei angetroffen werden. Sofort begann der Mann, die Polizeibeamten zu beleidigen. Ein Test ergab eine Alkoholisierung von 1,8 Promille.

Der Führerschein des Mannes wurde sichergestellt. Aufgrund seiner Aggressivität musste der Mann schließlich gefesselt werden, um eine Blutentnahme im Krankenhaus durchführen zu können. Ihn erwartet nun ein Strafverfahren wegen Körperverletzung, Beleidigung und Trunkenheit im Verkehr.

Ein ausdrückliches Lob sprechen die unterfränkischen Ordnungshüter der überwiegenden Mehrheit aus, die Halloween zwar ausgelassen, allerdings so gefeiert hat, dass sie mit dem Gesetz nicht in Konflikt gekommen ist und niemanden geschädigt hat. Vor allem die zahlreichen Gruppen der kleinsten Halloween-Freunde, die in Begleitung von Erwachsenen durch die Straße liefen, hatten sicher ihre Freude und hoffentlich eine gute Ausbeute an Süßigkeiten. red

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