Zeil am Main

Hallenbadverein bleibt erhalten

Trotz der drohenden Schließung des Zeiler Schwimmbads will der Förderverein weiter bestehen und wählte Führung.
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Das marode Hallenbad in Zeil wird geschlossen. Kommt ein neues Bad? Das wünscht auch der Hallenbadverein in Zeil.  Foto: Klaus Schmitt/Archiv
Das marode Hallenbad in Zeil wird geschlossen. Kommt ein neues Bad? Das wünscht auch der Hallenbadverein in Zeil. Foto: Klaus Schmitt/Archiv

Für die Vorsitzende des Hallenbadvereins Zeil, Petra Hohenberger, war es sicher nicht erfreulich, zu einer Hauptversammlung laden zu müssen, bei der die mögliche Auflösung des Hallenbadvereins Zeil besprochen werden soll. Doch das soll nicht geschehen, wie aus einer Mitteilung des Vereins vom Mittwoch deutlich wird.

Die Ausgangslage

Bürgermeister Thomas Stadelmann (SPD) ging vor den Mitgliedern ausführlich auf die Gründe für die im Sommer geplante Schließung des Hallenbads in Zeil ein. Mit einem Alter von 48 Jahren seien nun die Reparaturen und Unterhaltungskosten für die Stadt nicht mehr tragbar und so habe der Stadtrat in der Beratung des Haushalts 2018 den Schließungsbeschluss gefasst.

Brigitte Pakosch zeigte sich enttäuscht, dass dieser Beschluss einstimmig war, also niemand für das Bad gesprochen hat. In der Diskussion wurde vor allem die Informationspolitik bemängelt. Dies war auch der Anlass für den Hallenbadverein, ein Bürgerbegehren zum Erhalt des Bades vorzubereiten. Das Bürgerbegehren hat der Verein zunächst abgesagt, da Informationen fehlten.

Stadelmann ging auf den Sachstand ein und erklärte, dass nun ein Gutachten für ein Hallenbad durch die zehn Kommunen der Gemeindeallianz im südlichen Landkreis in Auftrag gegeben wurde, das den Standort, Schülerströme, Bedarf, günstigste Finanzierung und die Rahmenbedingungen überprüfen soll. Auch der Landkreis, in Person von Landrat Wilhelm Schneider, habe seine Unterstützung zugesagt. Ziel sei ein neues Schwimmbad, so Stadelmann, und ein möglicher Standort in Zeil sei schon angedacht: am Sportplatz am Tuchanger. Die Sporthalle an der Schule solle auf jeden Fall für Schulbetrieb und Öffentlichkeit erhalten werden.

Schnell waren sich die Mitglieder laut Vereinsangaben einig, den Verein nicht aufzulösen, sondern weiter für ein Bad zu kämpfen. Es soll weiter das Vorhaben unterstützt werden, so wie es die Satzung des Vereins vorsieht: zum Wohle der Kinder das Schwimmen lehren, die Gesundheit der Bevölkerung fördern und Freizeit gestalten. Als größter Wunsch wurde formuliert, dass das Bad in Zeil bleibt. Auch ist geplant, am letzten Öffnungstag eine Demonstration mit "Trauerfeier" zu organisieren. Stadelmann wies darauf hin, dass das Aus auch schneller kommen kann, wenn technische Probleme auftauchen oder die Sicherheit nicht mehr gewährleistet ist.

Nach Kassenbericht und Entlastung der Vorstandschaft wurde schnell die neue Vorstandschaft gewählt. Petra Hohenberger bleibt die Vorsitzende, Helmut Trautner ist Zweiter Vorsitzender, Sandra Hoffmann die Schriftführerin, Peter Kuhn der Schatzmeister und den Beirat bilden Martin Schulze-Röbb ecke, Brigitte Pakosch, Erich Geßner, Marga Veit und Christoph Winkler. Die Kasse prüfen Yvonne Halpfer und Thomas Stadelmann. red

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