Muggendorf
Ökumene

"Hain des Ostens" als ein Teil christlicher Einheit

Welch wundersamer Wandel der deutschen Geschichte: 74 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hielt ein polnischer Geistlicher, Pater Flavian, Dekan in Gößweinstein, die Predigt im Gottesdienst an...
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Der Gottesdienst im "Hain des Ostens" bei Muggendorf  Foto: Paul Pöhlmann
Der Gottesdienst im "Hain des Ostens" bei Muggendorf Foto: Paul Pöhlmann

Welch wundersamer Wandel der deutschen Geschichte: 74 Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkrieges hielt ein polnischer Geistlicher, Pater Flavian, Dekan in Gößweinstein, die Predigt im Gottesdienst anlässlich des 65. Muggendorfer Heimattages.

Dieser fand zum Gedenken an die ehemaligen deutschen Ostgebiete auf der Gedenkstätte "Hain des Ostens" statt.

Pfarrerin Cornelia Meyer konnte eine stattliche Anzahl von Gläubigen beider Konfessionen willkommen heißen. Pater Flavian drückte den Wunsch aus, dass man Gottesdienst in ökumenischer Gemeinschaft weiterfeiern könne. Der "Hain des Ostens" sei ein Teil christlicher Einheit. Die Morgenfeier wurde vom Posaunenchor Muggendorf unter der Leitung von Georg Wolf und dem Gesangverein Harmonie Muggendorf mit seiner Dirigentin Anke Rosbigalle musikalisch begleitet. Mit dem Choral "Großer Gott, wir loben dich" klang die einstündige Feier unter den mächtigen Buchen aus.

Den Muggendorfer Heimattag gibt es seit 65 Jahren. Anfang der Fünfziger errichteten die Heimatvertriebenen zusammen mit den Muggendorfern am Fuße des sogenannten "Dorisfelsens" an der Straße nach Trainmeusel eine Gedenkstätte an ihre verlassene Heimat. Neben einem großen Holzkreuz erinnern die Wappen von Schlesien, Pommern, Ostpreußen und dem Sudetenland an die Gebiete.

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