Coburg

Hähnlein: Häusliche Pflege wird beschnitten

Die Bundesregierung plant mit dem Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz, Menschen, die mit Beatmung in ihrer eigenen Wohnung leben, grundsätzlich in Heime zu verlegen. "Als Patientenfürsprecher des ...
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Die Bundesregierung plant mit dem Reha- und Intensivpflegestärkungsgesetz, Menschen, die mit Beatmung in ihrer eigenen Wohnung leben, grundsätzlich in Heime zu verlegen. "Als Patientenfürsprecher des Regiomed-Klinikums Coburg verfolge ich die Diskussion um dieses Gesetz sehr aufmerksam und habe mich bereits früh der Kritik von vielen Betroffenen, Angehörigen und Pflegekräften an dem Gesetzentwurf angeschlossen", schreibt René Hähnlein in einer Pressemitteilung. Wenn das Gesetz wie vorgestellt so bleibe, werde die häusliche Krankenpflege massiv beschnitten. Nicht nur beatmungsbedürftige Patienten sollen für Intensivpflege ihre Wohnungen längere Zeit verlassen oder aufgeben müssen. Im häuslichen Bereich soll zusätzlich "ein besonders hoher Bedarf an medizinischer Behandlungspflege" nur noch in Ausnahmefällen genehmigt werden. Hähnlein: "Das ist ein Eingriff in die freie Wahl des Wohnortes, die insbesondere Menschen mit Behinderungen trifft." Das lange überfällige Anliegen, Profitmacherei einzudämmen, dürfe nicht zu Lasten der betroffenen Patienten umgesetzt werden. Nötig seien vielmehr hohe Versorgungsstandards sowohl ambulant als auch stationär, mehr gut bezahlte Fachkräfte und Investitionen für wohnortnahe Angebote sowie ein echtes Mitentscheidungsrecht der Betroffenen und der pflegenden Angehörigen. red

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