Haßfurt

Gymnasium stärkt die Technik

Der Zweckverband Schulzentrum Haßfurt fördert die Ausstattung für die naturwissenschaftlichen Fächer.
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Am Schulzentrum in Haßfurt tut sich ständig etwas. Es wird gebaut, saniert und neu organisiert. Etliche Erneuerungsmaßnahmen stehen noch an (Sporthalle) und die Zufahrt zu den Schulgebäuden am Tricastiner Platz ist sanierungsbedürftig. Diese Maßnahme soll aber erst nach dem Projekt Dreifachturnhalle in Angriff genommen werden. Am Haßfurter Schulzentrum läuft täglich ein enormer Schulbusverkehr ab.  Foto: Günther Geiling
Am Schulzentrum in Haßfurt tut sich ständig etwas. Es wird gebaut, saniert und neu organisiert. Etliche Erneuerungsmaßnahmen stehen noch an (Sporthalle) und die Zufahrt zu den Schulgebäuden am Tricastiner Platz ist sanierungsbedürftig. Diese Maßnahme soll aber erst nach dem Projekt Dreifachturnhalle in Angriff genommen werden. Am Haßfurter Schulzentrum läuft täglich ein enormer Schulbusverkehr ab. Foto: Günther Geiling

Das Regiomontanus-Gymnasium Haßfurt hat in den letzten Jahren die Übungs- und Forschungstätigkeit von Lehrkräften und Schülern in den sogenannten Mint-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik) intensiviert. Ab dem neuen Schuljahr soll dazu der Unterricht in einem eigenen Mint-Raum stattfinden, für das der Zweckverband Schulzentrum Haßfurt als Träger des Schulzentrums nun die Gesamtkosten für die Raumausstattung mit 64 850 Euro genehmigt hat.

Lob des Landrats

Eingangs der Versammlung des Zweckverbandes, den der Landkreis und die Stadt Haßfurt bilden, dankte der Vorsitzende und Landrat Wilhelm Schneider dem aus dem Dienst scheidenden Schulleiter Max Bauer für die konstruktive Zusammenarbeit in all den Jahren. In der heißen Bauphase sei er immer mit an vorderster Front gewesen und habe Verständnis für die Unannehmlichkeiten der Bauarbeiten gezeigt. Zuverlässigkeit, Sinn für Ästhetik, Streben nach der besten Lösung und der richtige Umgang mit jungen Menschen hätten seine Tätigkeit bestimmt, lobte der Landrat.

Max Bauer stellte heraus, dass dies die 75. Sitzung des Zweckverbandes sei, an der er teilnehme. Er bedankte sich, dass die Verbandsmitglieder alles mitgetragen und beschlossen hätten. Man habe eine tolle Ausstattung und die Schule sei so gut aufgestellt, "dass wir uns vor keinem Vergleich zu scheuen brauchen. Die Schule ist ein Leuchtturmprojekt und es ist herausragend, was hier geleistet wird. Hier sieht man, dass Politiker sich in großzügiger Weise verantwortlich fühlen. Natürlich gab es auch heiße Schlachten hier, aber letztlich haben alle gewonnen", fasste Bauer zusammen.

Im Zusammenhang mit der Einrichtung eines Mint-Raumes am Regiomontanus-Gymnasium teilte Landrat Schneider mit, dass man schon einiges beschafft habe, um nach den Ferien in diesem Raum arbeiten zu können. Es entspreche den allgemeinen Anstrengungen, im Bildungsbereich naturwissenschaftliche Fächer mehr als Berufsziel bei Schülern zu verankern. Es passe aber auch zum Profil der Schule, die einen großen Teil der Ausbildungszweige im Bereich Naturwissenschaften führt.

Die naturwissenschaftliche Fachschaft hatte unter der Leitung von Oberstudienrat Marco Hartmann schon ein Projekt zur Förderung des Mint-Unterrichts aufgelegt, das durch praktische Übung und Anwendungsbeispiele Verständnis im technischen Bereich fördern will. Die Verbandsversammlung hatte der Trägerschaft vor zwei Jahren zugestimmt und auch eine Bezuschussung in Höhe von 20 Prozent oder maximal 20 000 Euro in Aussicht gestellt. Dazu hatte die Schule zusammen mit dem Regionalmanagement Haßberge einen Leader-Förderantrag (das sind EU-Mittel) eingebracht, und dieser Antrag war nun bewilligt worden.

Die Gesamtkosten von 64 850 Euro werden nun abgedeckt durch 60 Prozent Förderung von Leader (32 697 Euro), 20 Prozent Eigenmittel des Zweckverbandes und 20 Prozent Sponsorengelder (jeweils 16 076 Euro). Landrat Schneider gestand ein, dass er hinsichtlich der Einnahme der Spendengelder skeptisch gewesen sei, aber es sei gut gelaufen. "Ich erhoffe mir natürlich durch das Projekt, dass wir nun bei ,Jugend forscht' brillieren und auch bei Auszeichnungen zum Zuge kommen."

Marco Hartmann gab seiner Freude Ausdruck, dass man die Sponsorengelder zusammenbekommen habe und die Leader-Förderung bewilligt worden sei. "Wir haben deswegen mit Blick auf die Bewilligung die Raumausstattung schon in Auftrag gegeben, damit am 9. September der Raum eingerichtet werden kann und wir ihn dann nach einer Woche nutzen können." Erfreulicherweise hätten sich bereits fünf Mädchen gemeldet, die bei "Jugend forscht" fast noch engagierter dabei seien als die Jungen. Nachdem er selbst eine Tochter habe, werde er sich umso mehr darum kümmern, Mädchen für die Naturwissenschaften zu begeistern. Hinsichtlich weiterer Projekte habe er auch schon mit einheimischen Unternehmen gesprochen und er lade auch die Grundschule zu Besuchen ein, sagte der Lehrer.

Zahlen

Marlene Eichhorn (Landratsamt) legte dann den Jahresabschluss des Zweckverbandes Schulzentrum Haßfurt für das Jahr 2012 vor. Dabei erinnerte sie daran, dass der Zweckverband die erste kommunale Einrichtung mit einem doppischen Haushalt gewesen sei. Im Jahr 2017 habe man dann die Eröffnungsbilanz vorgelegt. In der Ergebnisrechnung des Jahres 2012 ergebe sich bei einem Aufwand von rund 3,9 Millionen Euro ein Jahresfehlbetrag von 113 173 Euro, der mit den Abschreibungen und Schätzungen bei den Vermögenswerten zusammenhänge.

Marlene Eichhorn gab einen Bericht zur Theodora-Hirt-Stiftung, aus der jährlich die drei besten Abiturienten Geldpreise bekommen sollen. Der Geldpreis wurde dabei auf 250 Euro pro Abiturarbeit festgelegt. Die Bilanzsumme der Stiftung lag mit Stichjahr 2012 bei 43 449 Euro.

Schließlich warfen die Verbandsräte einen Blick auf die Zufahrt zum Schulgebäude am Tricastiner Platz, die sanierungsbedürftig ist. Allerdings war man der Meinung, dass man erst die Entscheidung zur Sanierung oder zum Neubau der Sporthalle abwarten sollte und nach Fertigstellung dieser Maßnahmen an diese Arbeiten und an die Gestaltung der Außenanlagen herangehen sollte.

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