Laden...
Eltmann
Schulung

"Gutes tun und darüber reden" - wie moderne Pressearbeit funktioniert

"Seit Jahrtausenden erzählen sich Menschen Geschichten und sie prägen unser Sozialleben, stiften Nähe und bringen uns zum Lachen und Weinen." Wie dieses Storytelling funktioniert und wie man es geziel...
Artikel drucken Artikel einbetten
Auf großes Interesse stieß die Schulung für eine gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Vereine der Stadt Eltmann (von links): Sebastian Schilling, Journalist Torsten Geiling, Rosi Hufnagl von der Hanns-Seidel-Stiftung und erster Bürgermeister Michael Ziegler Foto: Günther Geiling
Auf großes Interesse stieß die Schulung für eine gute Presse- und Öffentlichkeitsarbeit der Vereine der Stadt Eltmann (von links): Sebastian Schilling, Journalist Torsten Geiling, Rosi Hufnagl von der Hanns-Seidel-Stiftung und erster Bürgermeister Michael Ziegler Foto: Günther Geiling

"Seit Jahrtausenden erzählen sich Menschen Geschichten und sie prägen unser Sozialleben, stiften Nähe und bringen uns zum Lachen und Weinen." Wie dieses Storytelling funktioniert und wie man es gezielt in der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit einsetzen kann, erklärte Torsten Geiling, Journalist und Geschäftsführer einer Strategieberatung, rund 40 ehrenamtlichen Funktionsträgern aus zahlreichen Eltmanner Vereinen und gaben ihnen wertvolle Tipps für ihre Arbeit.

"Gutes tun und darüber reden. Wie eine moderne Medien- und Pressearbeit für Vereine und Verbände gelingt" lautete die Überschrift zu diesem Vortragsabend im Klenze-Saal, der von der Stadt Eltmann und der Hanns-Seidel-Stiftung ausgerichtet wurde. "Was wäre unsere Stadt ohne unsere Vereine. Vereine sind das Herz einer Gemeinde und erfüllen sie auch mit Leben. Die Vereine sind mir deswegen eine Herzensangelegenheit", betonte Erster Bürgermeister Michael Ziegler bei seiner Begrüßung und unterstrich dies auch mit einer Umfrage, die für eine Wohnortsuche besondere Prioritäten aufzeigte. Nach der Frage nach Arbeits- und Ausbildungsplätzen käme schon die Frage nach den Vereinen an zweiter Stelle, weil man sich am Wohnort eingebunden fühlen wolle. Wie solle aber jemand etwas über die Vereine erfahren? Es werde nämlich immer schwieriger diese Werbung nach außen zu bringen.

Aus diesem Grund wolle man die Vereine schulen, betonte Sebastian Schilling von der Stadtverwaltung. Man habe mit dem Datenschutz begonnen, stelle nun die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit in den Mittelpunkt und wolle in einer weiteren Veranstaltung auch noch über das Steuerrecht informieren.

Torsten Geiling zeigte auf, was Vereinsvertreter tun können, um ihre Arbeit an der und für die Gesellschaft darzustellen. Das Aufzählen von Daten und Fakten reiche nicht aus, um die Aufmerksamkeit von Menschen zu gewinnen und sie von Inhalten zu überzeugen. "Dafür braucht es Geschichten. Sie sind das emotionale Verbindungsstück - auch zwischen Vereinsmitgliedern und der Öffentlichkeit. Wer Geschichten erzählt, kann Herzen gewinnen, das Denken verändern und Ziele erreichen. Das ist inzwischen wissenschaftlich bewiesen." Früher seien das vor allem die Zeitungen gewesen, heute seien auch soziale Medien wichtig, um die Jüngeren zu erreichen. Heute verbrächten die Deutschen im Schnitt sieben Stunden pro Tag mit Medien.

Auch müsse man sich fragen: "Auf welchem Kanal kann ich meine Kunden abholen?", so der ehemalige Lokalchef des "Fränkischen Tages" und zuletzt Chefredakteur des "Nordbayerischen Kuriers".

Gute Bilder

Torsten Geiling machte anhand von zahlreichen Beispielen deutlich, wie wichtig gute Bilder, spannende Geschichten und rechtzeitige Veröffentlichung von Beiträgen in den unterschiedlichen Medien seien. Nicht immer übermittle das Gruppenfoto eines Vereins die richtige Botschaft. Hier gelte es auch mal kreativ und mutig zu sein. "Überlegen Sie sich, welche Fotos Sie selbst gerne anschauen. Das Gartenzaun- oder Aufstellbild ist es wahrscheinlich nicht." Darüber hinaus streifte er wichtige Bereiche wie Datenschutz, rechtliche Vorgaben und gab einen Einblick in die Arbeit von Journalisten. Am Schluss standen zehn Tipps für eine gute Pressearbeit. Diese reichten von einem Thema, das spannend sei und sich für ein Storytelling eigne, kurz gefasst sei und auf den Punkt gebracht werde bis hin zu den W-Fragen "Wer, Wie, Wo, Wann, Was und Warum".

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren