Blaich

Gute Nachricht für Biertrinker: Es wird wieder mehr Braugerste angebaut

Zwei der erfolgreichsten Erzeuger von Braugerste kommen aus dem Landkreis Kulmbach: Bei der oberfränkischen Braugerstenschau am Freitagabend im Mönchshof-Br...
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Roland Pfaffenberger, Roland Kolb und Marco Friedrich (vorne, von links) sind die Preisträger der oberfränkischen Braugerstenschau; mit im Bild - von rechts: Vorsitzender Hans Pezold, BBV-Präsident Walter Heidl sowie die stellvertretenden Vorsitzenden MdL Martin Schöffel und Hermann Nothhaft.  Fotos: Klaus-Peter Wulf
Roland Pfaffenberger, Roland Kolb und Marco Friedrich (vorne, von links) sind die Preisträger der oberfränkischen Braugerstenschau; mit im Bild - von rechts: Vorsitzender Hans Pezold, BBV-Präsident Walter Heidl sowie die stellvertretenden Vorsitzenden MdL Martin Schöffel und Hermann Nothhaft. Fotos: Klaus-Peter Wulf
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Zwei der erfolgreichsten Erzeuger von Braugerste kommen aus dem Landkreis Kulmbach: Bei der oberfränkischen Braugerstenschau am Freitagabend im Mönchshof-Bräuhaus - insgesamt waren 116 Muster eingesandt worden - holte sich Roland Pfaffenberger aus Thurnau-Kleetzhöfe mit 23 von 25 möglichen Punkten für die Sorte Solist den ersten Preis im Regierungsbezirk. Auf den zweiten Rang kam Roland Kolb aus Wonsees-Großenhül (Avalon, 22 Punkte) vor Marco Friedrich aus Konradsreuth-Föhrenreuth (Solist, 22 Punkte) ein. Die Preise überreichten die beiden Vorsitzenden des Braugerstenvereins, Hans Pezold, und MdL Martin Schöffel zusammen mit dem Präsidenten des Bayerischen Bauernverbandes, Walter Heidl.
Landwirtschaftsoberrat Fried- rich Ernst vom Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Bayreuth vermeldete trotz der Wetterkapriolen in diesem Jahr eine durchschnittliche Ernte von 50,7 Doppelzentner pro Hektar - zwei Prozent höher als 2016 - bei einem Eiweißgehalt von elf Prozent. Die oberfränkische Anbaufläche stieg um 4,2 Prozent (plus 1234 Hektar) auf 30 428 Hektar (Vorjahr 29 194 Hektar). Im Regierungsbezirk gebe es ein Braugerstenaufkommen von 115 700 Tonnen, das sind sechs Prozent mehr als im Vorjahr.
Hans Pezold aus Marktleugast-Steinbach gab bekannt, dass es bei den Neuwahlen im Oberfränkischen Braugerstenverein eine Veränderung gab. Der langjährige Vorsitzende, Erhard Hildner aus Presseck-Reichenbach, habe sich nicht mehr zur Wahl gestellt. Die Mitglieder hätten ihm, Pezold, das Vertrauen geschenkt. Er bedankte sich bei seinem Vorgänger für seine engagierte Tätigkeit und betonte: "Erhard Hildner hat sich um den Verein verdient gemacht!" Zusammen mit seinen Stellvertretern MdL Martin Schöffel und Braumeister Hermann Nothhaft von der Kulmbacher Brauerei übereichte er Hildner das "Goldene Braugerstenkorn". Hildner bedankte sich für die erhaltene Auszeichnung, die er mit Stolz tragen werde.
"Braugerste ist, will man den Preisverläufen an den Getreidemärkten Glauben schenken, ein knappes Gut. Der Preisabstand zur Futtergerste betrage pro Doppelzentner sieben bis acht Euro", sagte Pezold und appellierte an die Fairness aller Marktpartner. Wenn die Preisfindung immer zulasten des Erzeugers geht, könne es sein, dass sich die Bauern - wie in der Vergangenheit schon geschehen, anderen Kulturen zuwenden.
Landrat Klaus Peter Söllner bezeichnete Oberfranken als Braugerstenland Nummer eins. Mit 158 Braustätten im Regierungsbezirk gebe es hier weltweit die größte Brauereidichte.


Nicht Naturschutz unterordnen

Präsident Walter Heidl vom Bayerischen Bauernverband forderte, dass die Wertschätzung der Braugerste mit einer soliden Wertschöpfung für die Bauern einhergehen müsse. Notwendig sei, dass in der Diskussion um Tierhaltung oder Ackerbau, die momentan oft sehr emotional geführt wird, Vernunft einkehrt. Mit Blick auf die Bewirtschaftung der Flächen müsse man sich darum kümmern, dass die Landwirtschaft nicht dem Naturschutz untergeordnet werde.
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