Scheßlitz

Gute Nachricht für Bauwillige in Straßgiech

In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Scheßlitz wurde die "2. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans Straßgiech" beschlossen. Durch das relativ kleine neue Baugebiet ist mit keiner unzumutbar gr...
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In der jüngsten Gemeinderatssitzung in Scheßlitz wurde die "2. Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans Straßgiech" beschlossen. Durch das relativ kleine neue Baugebiet ist mit keiner unzumutbar größeren Belastung bereits vorhandener Straßenzüge und der Anwohner in der Umgebung zu rechnen. Deshalb wird in Bezug auf ein Schreiben aus der Öffentlichkeitsbeteiligung seitens der Stadt hier kein Handlungsbedarf gesehen.

In Folge der Auslegung und Beteiligung der Öffentlichkeit wurde aber beschlossen aufzunehmen, dass das neue Baugebiet an landwirtschaftlich genutzte Flächen angrenzt. Insofern sei die Nutzung des Schmerldorfer Wegs durch landwirtschaftliche Fahrzeuge sowie landwirtschaftlich bedingte Emissionen und Arbeitsgeräusche in dem Gebiet hinzunehmen. Das gilt auch für gegebenenfalls notwendige nächtliche landwirtschaftliche Arbeiten. Diesbezügliche Regressansprüche können nicht gestellt werden.

In dem neuen Baugebiet ist ein Trennsystem für Schmutz- und Regenwasser vorgesehen. Niederschlagswasser soll aber in erster Linie auf dem Grundstück zurückgehalten werden. Dafür sind seitens der Bauherren Zisternen zu errichten. Überschüssiges Wasser soll dann über Regenwasserkanal und Vorfluter mit Genehmigung in den südlich gelegenen Bachlauf erfolgen.

Stadt sind Hände gebunden

Gehölze als Sichtschutz sowie deren Pflege obliegen den Bauherren. Dabei sei auf bereits verlegte Leitungen Rücksicht zu nehmen. Lärmbelästigung und Belästigung durch Emissionen der in der Nähe befindlichen Autobahn sowie Staatsstraße können im Baugebiet nicht geltend gemacht werden.

Dem seitens einiger Institutionen vorgebrachten Hinweis auf "sparsamen Umgang mit Grund und Boden" in Verbindung mit der Innenentwicklung und Schließung innerörtlicher Baulücken ist man sich in Scheßlitz bewusst. Da aktuell diesbezüglich keine Flächen für die Stadt verfügbar sind und sich alle infrage kommenden Anwesen in Privathand befinden, sind der Stadt "die Hände gebunden", wie Erster Bürgermeister Roland Kauper (CSU) betonte.

Auch von einer "Vorratsplanung" kann in dem Fall keine Rede sein. Laut Aussage Kaupers liegen jetzt bereits mehr Anfragen vor, als Grundstücke ausgewiesen werden können.

Die Satzungsänderung in der Fassung vom 1.10.2019 wurde einstimmig beschlossen.

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