Schneckenlohe
Ausschuss

Gutachten über den Boden entscheidet über Mehrzweckhalle

Eine recht engagierte Debatte über den Bau einer Mehrzweckhalle für den gemeindlichen Bauhof in Schneckenlohe führten die Räte an der ersten Sitzung nach der Sommerpause. Es wurde beschlossen, das Pfe...
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Eine recht engagierte Debatte über den Bau einer Mehrzweckhalle für den gemeindlichen Bauhof in Schneckenlohe führten die Räte an der ersten Sitzung nach der Sommerpause. Es wurde beschlossen, das Pferd nicht von hinten aufzuzäumen und keine Aufträge zu vergeben, so lange ein Bodengutachten nicht Aufschluss über die Beschaffenheit des Areals gegeben habe. Diskutiert wurde auch über die Größe des Baus, ob dieser überhaupt notwendig sei.

Während Bürgermeister Knut Morgenroth (SPD) die Sache gleich an diesem Abend ins Laufen bringen wollte, kam aus dem Gremium teilweise ein ganz anderer Tenor. Gerhard Süß (Dorfgemeinschaft): "Ist es überhaupt nötig, eine ganz neue Halle zu bauen, oder kann man auch eine Scheune oder ähnliches zum Unterstellen der Bauhofgerätschaften nutzen?" Dieser Frage habe man sich schon vor gut zwei Jahren gestellt, gab der Bürgermeister zur Antwort und meinte: "Das Thema geistert nun schon so lange durch den Gemeinderat. Wir haben doch schon besprochen, dass das keinen Sinn ergibt. Wir müssen neu bauen und es wird Zeit, endlich eine Entscheidung zu treffen."

Hallengröße besprochen

Er hatte fünf Angebote von vier Bietern mitgebracht und stellte sie dem Gremium vor. Bezüglich der Hallengröße meinte er: "Wir müssen auch daran denken, dass wir eine größere Dachfläche für unsere Photovoltaik-Anlage brauchen." Letztendlich hatte man sich aber dazu durchgerungen, erst das Bodengutachten abzuwarten.

An Gemeinderat Heiko Bauer (CSU) ging die Frage, wie lange das wohl dauern könne, bis man ein Ergebnis habe. Seine Antwort löste am Ende der Debatte eine befreiende Lachsalve aus: "Wenn jeder sich eine Schaufel schnappt, können wir gleich mit dem Graben beginnen. Dann wissen wir schon heute Abend, was Sache ist."

Eine neue Wasserentnahmestelle wird es für den Friedhof in Beikheim geben. Hier entschied man sich für ein Modell, bei dem die Wasserzufuhr durch einen Schlauch geregelt ist. Argument dafür: "Der Schlauch gefriert nicht auf." Etwa 2737 Euro soll die Vorrichtung kosten, bei der man sowohl Wasser aus dem Hahn, als auch aus dem Wasservorratsbehälter entnehmen kann.

Abbruch- und Rückbauarbeiten wurden für das Grundstück "Mitwitzer Straße 2" in Beikheim vergeben. Hier soll das neue Feuerwehrgerätehaus entstehen. Drei Bestandsgebäude müsse man abbrechen und fachgerecht beseitigen, erklärte Heiko Bauer. In der Zusammenfassung sprach er von der Bodenplatte des ehemaligen Wohngebäudes, die zum Teil aus Beton mit Fliesenbelag und zum anderen nur aus Lagerhölzern mit einem Holzfußboden bestehe. Sie bilde den Zugang zu einem Gewölbekeller aus Sandsteinen. In diesem befinde sich auch der Wasseranschluss mit Zähler.

Das zweite Gebäude sei eine landwirtschaftliche Scheune mit Lagerkeller und beim dritten handele es sich um ein zweigeschossiges Nebengebäude mit Pultdach. Hier befinde sich im Erdgeschoss der Stromzählerkasten und die Hauptsicherung. Der Rückbau werde beim zuständigen Energieversorger veranlasst.

Weitere Bekanntgaben

Bekanntgaben des Bürgermeisters: "Die Polizeiinspektion Kronach sucht Nachwuchs für die Sicherheitswacht. Wer die Voraussetzungen erfüllt, der kann sich gerne bei der Polizeiinspektion Kronach melden." Eingeladen hatte er auch zu einer öffentlichen Diskussionsveranstaltung für die ältere Generation zum Thema: "Auch im Alter noch gut in unserer Gemeinde leben können." Sie finde am 18. September von 15 bis 17.30 Uhr im Schützenhaus in Kronach statt. Der Bürgermeister habe dafür sogar einen Bus organisiert. Unterstützt werde die Diakoniestation in Schmölz mit einem finanziellen Zuschuss.

Aus der letzten, nicht öffentlichen Sitzung kamen drei Beschlüsse: Kenntnis vom Kaufvertrag über den Erwerb des Anwesens in der Mitwitzer Straße 2 zu einem Kaufpreis von 38 500 Euro. Es handle sich hier um den Baugrund für das neue Feuerwehrgerätehaus. Ebenso nahm der Gemeinderat Kenntnis vom Schreiben an die Eheleute Schmidt zur notariellen Rückabwicklung des Kaufvertrages des Baugrundstücks Steinweg 6. Genehmigt wurden auch die Kosten der Putz- und Malerarbeiten an der Friedhofshalle Beikheim in Höhe von rund 10 855 Euro. Es handle sich hier um die Schlussrechnung der Firma Eckert aus Oberlangenstadt. ml

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