Walsdorf

Gut wohnen im Wirtshaus

Die Machbarkeitsstudie "Weißes Lamm, Walsdorf" bescheinigt der ehemaligen Dorfgaststätte eine gute Wohnqualität.
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Die Gemeinde Walsdorf hat im November 2017 eine Machbarkeitsstudie für das Anwesen "Weißes Lamm" bei der DSK (Deutsche Stadt- und Grundstücksentwicklungsgesellschaft) in Auftrag gegeben. Nach einem Bürgerworkshop mit interessierten Bürgern, mehreren Expertengesprächen mit dem Landratsamt Bamberg und allen beteiligten Behörden konnte Alexander Eberl von der DSK und Thomas Drescher von Drescher Architekten das Ergebnis der Machbarkeitsstudie "Weißes Lamm, Walsdorf" dem Gemeinderat präsentieren.

Wohnraum statt Gastronomie

Der Wunsch aus dem Bürgerworkshop, dass es zukünftig auch ein gastronomisches Angebot in Form einer Dorfgaststätte auf den Anwesen geben soll, wird nicht erfüllt werden. Und so muss der Kerwaverein Walsdorf e.V. mit der "Walsdorfer Kerwa" wohl zukünftig in die Herzogscheune umziehen. In den Expertengesprächen wurde deutlich, dass sich die gewünschte Wohnnutzung mit einer Dorfgaststätte auf den Anwesen "Weißes Lamm" aus Gründen des Emissionsschutzes nicht vereinbaren lässt. Die Standortanalyse ergab, dass das Anwesen "Weißes Lamm" im historischen Ortskern von Walsdorf eine besonders hohe Wohnqualität aufweist, da alle öffentlichen Einrichtungen und auch Einkaufsmöglichkeiten leicht zu erreichen sind und der Weg in die Natur über die Aurach sehr kurz ist.

Hinsichtlich der Wohnraumnutzung wurde mit Blick auf die demografischen Veränderungen alle Altersgruppen berücksichtigt. Mit dem neuen kommunalen Wohnraumförderungsprogramm (KommWFP) des Freistaates Bayern gibt es für die Gemeinde eine finanzielle Perspektive, das mögliche Vorhaben mit einem geschätzten Finanzvolumen von ca. sechs Millionen Euro (Grunderwerb, Abriss und Baukosten), eigenständig zu verwirklichen.

Mit dem kommunalen Wohnraumförderungsprogramm soll angemessener und bezahlbarer Wohnraum für einkommensschwache Wohnungssuchende gefördert werden.

Die Förderkonditionen für die Gemeinde als Träger der Maßnahme sehen wie folgt aus: 30 Prozent wird es als echten Zuschuss geben, dafür müssen Wohnungen zu einem angemessenem Preis von 6,30 Euro pro Quadratmeter an einkommensschwache Wohnungssuchende vermietet werden. 60 Prozent wird es als zinsverbilligtes Darlehen mit einer Laufzeit von 30 Jahren zu 0,5 Prozent Zins geben.

Am 5. Oktober vergangenen Jahres hat der Gemeinderat beschlossen, den Bebauungsplan "Vorderer Weinbach I" von der bisherigen Nutzung als "Gewerbegebiet" in ein "Urbanes Gebiet" zu ändern, um so die Konflikte zwischen den Gewerbetreibenden und den Anwohnern zu entschärfen. Die Planungsgruppe Strunz hat eine lärmtechnische Untersuchung durchgeführt, welche im Gremium vorgestellt wurde.

Nicht zu laut

Im Wesentlichen kam dabei heraus, dass es zu keiner Überschreitung der Emissionsgrenze kommt und daher die Änderung des Bebauungsplanes in "Urbanes Gebiet" zurückgenommen werden kann. Der Bebauungsplan "Vorderer Weinbach I" soll daher als "Mischgebiet", bzw. als "Allgemeines Wohngebiet" ausgewiesen werden.

Staatsstraße 2276 wird gesperrt

Das Staatliche Bauamt Bamberg hat der Gemeinde Walsdorf mitgeteilt, dass ab dem 10. September die Staatsstraße 2276 ab dem Walsdorfer Friedhof bis zur Ortseinfahrt Erlau gesperrt wird, da der Straßenbelag erneuert wird. Im Anschluss wird die Ortsdurchfahrt Erlau gesperrt. Im ersten Bauabschnitt wird die Straße halbseitig gesperrt. Ab dem 15.Oktober wird die Ortsdurchfahrt dann für zwei Wochen vollständig gesperrt.

Der Zugang zum Wahllokal bei der Landtags- und Bezirkstagswahl am 14. Oktober im Dorfgemeinschaftshaus Erlau wird so sichergestellt. Außerdem wird eine Querungshilfe für Fußgänger an der Bushaltestelle "Altes Sägewerk" eingebaut.



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