Ebermannstadt
Leserbriefe

Gut gemeint, schlecht gemacht

Zum Bericht "MdL Hofmann stimmt wegen Ebermannstadt erstmals nicht mit der CSU" vom 15. Juni: Natürlich möchte MdL Hofmann erneut gewählt werden. Natürlich will er deshalb Bürgernähe zeigen. Deutliche...
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Zum Bericht "MdL Hofmann stimmt wegen Ebermannstadt erstmals nicht mit der CSU" vom 15. Juni:

Natürlich möchte MdL Hofmann erneut gewählt werden. Natürlich will er deshalb Bürgernähe zeigen. Deutlicher jedoch als eine Enthaltung wäre seine Zustimmung zu dem Antrag der FW-Landtagsfraktion gewesen - mit der rückwirkenden Abschaffung der "Strabs" bis zum 1. Januar 2014 und damit Aufhebung sämtlicher Ebermannstadter Bescheide.
Verwundert hat mich die vermeintliche Adelung eines Rechts- und Vertrauensbruchs unter der früheren Stadtregierung mit dem Prädikat "visionär". Visionär wäre gewesen, vor Jahren die absolute Mehrheit im Landtag zu nutzen, um bürgernahe Gesetze zu erlassen.
Ehrlicher wäre es jetzt, zu sagen: "Das war kommunal zwar gut gemeint, aber leider schlecht gemacht." Die vielen Abmahnungen des Landratsamtes an die Stadt Ebermannstadt scheinen einem selektiven Vorwahl-Gedächtnisverlust zum Opfer zu fallen. Und war da nicht auch die ministeriale Vorgabe, 20 Jahre rückwirkend zu bescheiden? Glücklicherweise haben Bürgerinitiativen und die Freien Wähler so lange Druck aufgebaut, bis man in München aufgewacht ist. Ihnen gilt meine Anerkennung für ihr Engagement.
Jörg Dettmer
Ebermannstadt


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