Ebersdorf
falschfahrt

Gut gemeint, aber nicht gut gemacht

Ein Versuch zu helfen, hätte böse ins Auge gehen und durchaus mit einem schweren Unfall enden können, schreibt die Verkehrspolizeiinspektion Coburg in einem Presseaufruf. Am Donnerstagabend missachtet...
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Ein Versuch zu helfen, hätte böse ins Auge gehen und durchaus mit einem schweren Unfall enden können, schreibt die Verkehrspolizeiinspektion Coburg in einem Presseaufruf.

Am Donnerstagabend missachtete ein unbekannter BMW-Fahrer die Verkehrsregeln, aber er hatte ein Grund dafür. Er fuhr aus Richtung Nürnberg kommend an der Anschlussstelle Ebersdorf bei Coburg von der A 73 ab und wurde offensichtlich auf ein im Kurvenbereich liegen gebliebenes, unbeleuchtetes Wohnmobil aufmerksam. Der BMW-Fahrer bot schnelle Hilfe an und eilte nach Hause, um ein Starthilfekabel zur Überbrückung zu holen.

Nachdem er dieses an Bord hatte, fuhr er dann allerdings verkehrt herum - von der B 303 kommend - in die Anschlussstelle Ebersdorf ein. Dort löste die kürzlich installierte Falschfahrerwarneinrichtung aus und die im Straßenbelag eingefassten roten Leuchten fingen an zu blitzen. Der BMW-Fahrer schaltete einer Zeugin zufolge zwar seine Warnblinkanlage ein, setzte seine Fahrt in Richtung Autobahn jedoch fort. Ohne Hintergrundwissen war von einem Falschfahrer auszugehen, der absichtlich in Richtung Autobahn fuhr.

Nachdem der Unbekannte im Kurvenbereich der Ausfahrt am Wohnmobil angekommen war, scheiterte eine Überbrückung aufgrund der Schwere der Panne. Der BMW-Fahrer setzte daraufhin seine Fahrt fort und die angekommenen Polizeistreifen trafen ihn nicht mehr an.

Zu einem Unfall kam es zwar nicht, aber der BMW-Fahrer oder weitere Zeugen werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizei unter Telefon 09561/645-210 zu melden. red

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