LKR Coburg
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Gülle ausfahren ist nun erlaubt

Am 1. Februar endete die Sperrfrist für stickstoffhaltige Düngemittel auf Ackerland. Bei Grünland ist die Sperrfrist bis 16. Februar verlängert, da im Herbs...
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Am 1. Februar endete die Sperrfrist für stickstoffhaltige Düngemittel auf Ackerland. Bei Grünland ist die Sperrfrist bis 16. Februar verlängert, da im Herbst eine Ausbringung um 14 Tage bis zum 15. November verschoben wurde. Die Landwirte fahren deshalb seit einigen Tagen Gülle. Das ist durch die rechtlichen Vorgaben erlaubt, teilt der Bayerische Bauernverband, Kreisverband Coburg, mit.
Die Düngung auf gefrorenen Boden ist bei Landwirten beliebt, da sie aus produktionstechnischen Sicht Vorteile bietet. In der Regel sind die gasförmigen Endverluste gering, es werden keine Spurschäden verursacht bei Frost und zudem werden die Straßen nicht oder kaum verschmutzt.
Gemäß der neuen Verordnung ist bei einer Düngung auf gefrorenem Boden Folgendes zu beachten: Ein Abschwemmen der Gülle in oberirdische Gewässer oder auf benachbarte Flächen muss verhindert werden. Damit scheiden Hänge nahezu aus.
Der Landwirt muss dafür sorgen, dass auch bei Tauwetter und Niederschlägen kein oberflächiger Abfluss passieren kann. Bei den derzeit gut entwickelten Getreidebeständen und Rapsbeständen ist dies laut Pressemitteilung kein Problem. Es ist nur genügend Abstand zu Gewässern und Gräben einzuhalten.
Bei Grünland im Landkreis Coburg ist zu beachten: Die Ausbringung von stickstoffhaltigem Dünger ist erst nach dem 15. Februar erlaubt. Abgefrorene Zwischenfrüchte gelten nicht als Pflanzendecke und dürfen im Frühjahr nicht mit Gülle gedüngt werden. Die Ausbringung ist auf maximal 60 Kilogramm Gesamt-N pro Hektar beschränkt.
Werden diese Regularien alle eingehalten, ist nach Meinung des Bayerischen Bauernverbandes, Kreisverband Coburg, derzeit ein optimaler Zeitpunkt zur Gülledüngung. red
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