Kunreuth

Gruppenräume sind abgeschafft

Die Leiterin der Kita Kunreuth informierte den Gemeinderat über das geänderte Konzept der Einrichtung.
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In der Kindertagesstätte Kunreuth gibt es ab sofort nur noch Funktionsräume.  Foto: dpa
In der Kindertagesstätte Kunreuth gibt es ab sofort nur noch Funktionsräume. Foto: dpa

Die Kindertagesstätte in Kunreuth hat nach ihrer Erweiterung die offizielle Betriebserlaubnis bekommen. Bürgermeister Konrad Ochs (CSU) sah darin einen Anlass, die Leiterin der Kita, Sabine Duddeck, einmal in die Gemeinderatssitzung einzuladen. Die Mitglieder sollten bei dieser Gelegenheit näher mit dem Konzept der Einrichtung vertraut gemacht werden.

Mit Interesse hörten sich die Gemeindevertreter die Ausführungen zur geplanten Konzeption der Kita Kunreuth an. Sabine Duddek wies auf das nicht sehr weit verbreitete "offene Konzept" hin, in dem es keine einzelnen Gruppenräume mehr gibt, sondern nur noch Funktionsräume.

Jedes Kind soll nach seinen Fähigkeiten gefördert und auch gefordert werden. Diese Veränderung erfordere von den Erzieherinnen einen erhöhten Einsatz und auch die Bereitschaft, etwas Neues zu machen.

Fortlaufende Reflexion

Nach der Erweiterung stehen sehr großzügige Räume zur Verfügung. "Konzeptionsentwicklung ist der Grundstein für Qualitätsentwicklung und -sicherung", führte Sabine Duddeck aus. Das bedeute eine fortlaufende Reflexion der pädagogischen Arbeit. Methoden und Strukturen müssten ständig angepasst werden. Die Biographien des pädagogischen Teams veränderten sich ständig.

Mitfahrbänke vertagt

Im weiteren Verlauf der Sitzung kämen die Räte überein, dass es künftig auch in der Gemeinde Kunreuth Mitfahrerbänke geben soll. Bürgermeister Ochs stellte vor, wie diese Mitfahrerbänke das Mobilitätsangebot im ländlichen Raum verbessern sollen. Dabei ging es um versicherungsrechtliche Fragen und auch ganz praktische Details, wie beispielsweise die Gestaltung der Mitfahrerbänke. Der Verein "Oberfranken Offensiv", so Ochs, wolle das Angebot dort verbessern, wo der öffentliche Nahverkehr unzureichend für die Beförderung sei. Zugleich solle ein einheitliches Erscheinungsbild gewährleistet sein. Da ein Konzept auf Landkreisebene noch aussteht, wurde vereinbart, sich zu einem späteren Zeitpunkt nochmals mit der Aufstellung der Mitfahrerbänke zu befassen. Ochs informierte den Gemeinderat auch darüber, dass für die entfallenden Straßenausbaubeiträge im Koalitionsvertrag ab 2019 eine Summe von 100 Millionen Euro und ab 2020 sogar 150 Millionen Euro für alle Kommunen in Bayern als zweckgebundene Pauschale zur Verfügung gestellt werden sollen. Daneben werde es einen Härtefall-Fonds von 50 Millionen Euro geben, der Härtefälle ab 2014 abfedern soll.

Pflegeheim muss noch warten

Eine noch einzusetzende Kommission werde über die Vorgehensweise noch eine Entscheidung treffen. Der Bürgermeister informierte weiterhin, dass die Planungen für das neu zu errichtende Pflegeheim noch nicht abgeschlossen seien. Dies habe eine Nachfrage bei der Diakonie Bamberg ergeben. Keine Bedenken hatte der Gemeinderat Kunreuth zur Einbeziehungssatzung "Gaiganzer Weg" in Hetzles.

Im Baugebiet Mühlbach, Weingarts, möchte ein Bauherr eine Garage errichten. Im Bebauungsplan liegt die Baufläche innerhalb des Sichtdreiecks, das die gefahrlose Zufahrt zur Gemeindestraße ermöglichen soll. Der Gemeinderat stimmte dem Antrag nicht zu, da dies ein sicherheitsrelevanter Eingriff in die Bestimmungen des Bebauungsplans sei.

Es wurde empfohlen, die Garage an anderer Stelle zu errichten. Hinsichtlich der Sanierung der Ortsdurchfahrt Weingarts wurde für Mitte Januar 2019 ein Termin mit Vertretern des Straßenbauamtes Bamberg vereinbart. Die Arbeiten sollen noch im Jahr 2019 begonnen werden.

In Zusammenhang mit der Sanierung der Straße und der Gehwege wurde auch das Bayernwerk wegen der Verkabelung der Hausanschlüsse im Ortskern verständigt. Auf eine erneute Anfrage der Verwaltung habe die Regierung von Oberfranken mitgeteilt, dass die bestehenden Ortsdurchfahrtsgrenzen den Vorschriften entsprechend korrekt festgesetzt seien.

Allgemein gut angekommen würden die Nistkästen für Vögel, die der Bürgermeister als Weihnachtsgeschenk den Gemeinderäten überreichte. Die Nistkästen wurden von der Lebenshilfe Forchheim hergestellt und bedeuteten so eine sinnvolles Geschenk in mehrfacher Hinsicht.

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