Neudrossenfeld
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Grundsteuer und Gewerbesteuer bleiben stabil

Einstimmig und ohne Diskussion beschlossen die Neudrossenfelder Räte, dass die Grundsteuern A und B - wie schon in den vergangenen 20 Jahren - bei 300 v.H. bleiben sollen. Dass die Gemeinde damit deut...
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Harald Hübner
Harald Hübner

Einstimmig und ohne Diskussion beschlossen die Neudrossenfelder Räte, dass die Grundsteuern A und B - wie schon in den vergangenen 20 Jahren - bei 300 v.H. bleiben sollen. Dass die Gemeinde damit deutlich unter dem Landesdurchschnitt liegt, war für den Rat kein Problem. Auch der Gewerbesteuerhebesatz bleibt bei niedrigen 320 v.H. Die Gemeinde Neudrossenfeld möchte ein Zeichen für Stabilität setzen und vielleicht auch weitere Arbeitgeber anlocken. Aktuell gibt es 767 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze in Neudrossenfeld. Das zwar im Vergleich zum Jahr 2013 mit 544 Arbeitsplätzen eine deutliche Steigerung von immerhin 18 Prozent, merkte Bürgermeister Harald Hübner (CSU) an. Zurückzuführen sei dies vor allem auf die Ansiedelung der Firma Strabag und des Seniorenheimes. Stadtsteinach könne 864 sozialversicherungspflichtige Arbeitsplätze verzeichnen, Thurnau sogar 994. "Da ist noch Luft nach oben", so der Bürgermeister.

Größere Diskussionen gab es bei der Präsentation der Jahresrechnung 2017 und der Bekanntgabe des Jahresergebnisses 2018. Verwaltungsleiter Rainer Schimpf war bei der jüngsten Sitzung nicht anwesend. Er hatte jedoch einen seitenlangen Kommentar mit vielen persönlichen Anmerkungen zu den Bemerkungen der Rechnungsprüfung verfasst. Bürgermeister Hübner versuchte, diesen Kommentar ohne Polemik und hintersinnige Spitzen vorzutragen, um so die Vorschläge für eine Bereinigung der Bemängelungen öffentlich zu machen.

Immer wieder gäbe es "uneinbringliche Forderungen". Diese sollten bereinigt werden, merkte die Rechnungsprüfung an. Dies nehme einige Zeit in Anspruch. Beträge, die nicht mehr beigebracht werden, werden im Laufe des Jahres ausgebucht, erklärte Bürgermeister Hübner.

Manche Baumaßnahmen seien aufgrund von Personalmangel oder weil diese aus eigener finanzieller Kraft nicht zu schultern sind und Fördermittel erwartet werden, nicht getätigt worden. Darunter auch solche Kleinigkeiten wie der Austausch schadhafter Straßenrandsteine. Man wolle gemeinsam mit der Gemeinde Heinersreuth Steine zu einem günstigeren Preis beschaffen, erklärte der Bürgermeister.

Thema bei der Jahresrechnung waren außerdem der Fahrbahnbelag in der Kulmbacher Straße, die Heizungs- und Lüftungspraxis in kommunalen Gebäuden und die Ausstattung des Kindergartens Kunterbunt und der Mittagsbetreuung sowie zahlreiche weitere Neudrossenfelder Dauerbrennerthemen. Aktuell werde geprüft, ob der Jugendtreff eingestellt werden soll - oder ob sich noch Betreuer finden. Schließlich genehmigten die Räte das Zahlenwerk.

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