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Ebern

Grundschule geht auf Digitalkurs

Der Grundschulverband Ebern beschloss den Haushalt 2020 und stellte die Weichen für die künftige Entwicklung.
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In der Aula des Betreuungsgebäudes konnten die Plätze bei der Sitzung großzügig vergeben werden, so dass ausreichend Sicherheitsabstand zwischen den Mitgliedern des Schulzweckverbandes gegeben war.  Fotos: Christian Licha
In der Aula des Betreuungsgebäudes konnten die Plätze bei der Sitzung großzügig vergeben werden, so dass ausreichend Sicherheitsabstand zwischen den Mitgliedern des Schulzweckverbandes gegeben war. Fotos: Christian Licha

Mit ausreichend Sicherheitsabstand tagte am Mittwochabend der Schulverband der Grundschule Ebern in der Aula des Betreuungsgebäudes. Wichtigster Punkt der Versammlung war die Beratung über den Haushaltsplan 2020, der einstimmig beschlossen wurde. Der Etat hat ein Gesamtvolumen von 739 509 Euro, wovon 636 609 Euro dem Verwaltungshaushalt und 102 900 Euro dem Vermögenshaushalt zuzuordnen sind.

Löwenanteil für Ebern

Zum Stichtag 1. Oktober 2019 gingen insgesamt 268 Kinder in die Grundschule. 213 davon stammen aus Ebern und seinen Stadtteilen (ohne Bischwind a. R.) und 55 Schüler aus dem Markt Rentweinsdorf, erklärte Verbandsvorsitzender und Bürgermeister Jürgen Hennemann. Nach den Schülerzahlen wird die Verbandsumlage berechnet, die den größten Posten auf der Einnahmenseite des Verwaltungshaushaltes ausmacht. Je Schüler sind etwas über 2000 Euro fällig, so dass Ebern rund 432 000 Euro aufbringen muss und Rentweinsdorf etwas über 111 000 Euro zu bezahlen hat. Weitere wesentliche Einnahmen sind Staatszuschüsse für die Schülerbeförderung (68 000 Euro), Mieten für die Turnhallen (5500 Euro) und Zuschüsse für Lernmittel (3200 Euro). Größter Posten bei den Ausgaben sind die Mieten für die Nutzung der Schul- und Turnhallengebäude in Höhe von fast 130 000 Euro.

Geplante Anschaffungen

Beim Vermögenshaushalt wurden wie jedes Jahr die Vorschläge der Schulleitung berücksichtigt. Speziell wurden Mittel für die Anschaffung diverser Rollwagen, eines Reinigungsautomaten und einer Industriewaschmaschine eingeplant. Darüber hinaus sind Kosten für die IT-Ausstattung im Rahmen des Digitalbudgets für das digitale Klassenzimmer des Freistaates Bayern angesetzt.

Den Fokus auf die digitale Schulgebäudevernetzung, die vollständige WLAN-Ausleuchtung der Unterrichtsräume und auf Anzeige- und Interaktionsgeräte setzt das neue Förderprogramm "Digitale Bildungsinfrastruktur an bayerischen Schulen". Der Grundschule steht hierfür ein Förderhöchstbetrag von 118 000 Euro zur Verfügung. Die Umsetzung erfolgt allerdings erst im Jahr 2021. Für erste Anschaffungen wurde vorsorglich in den Haushalt 2020 ein kleiner Teilbetrag eingestellt. Darüber hinaus ist die Anbindung der Grundschule in Ebern an das Internet über durchgängige Glasfaserleitungen bis in das Schulgebäude geplant. Der Freistaat Bayern fördert die erstmalige Herstellung mit einem Pauschalbetrag von 50 000 Euro. Im laufenden Haushaltsjahr wurden zunächst nur Planungsleistungen in Höhe von 16 000 Euro eingestellt. Die Ausführung soll voraussichtlich 2021 erfolgen.

Weitere Punkte

Der Billigung des Verwaltungskostenbeitrages an die Verwaltungsgemeinschaft Ebern in Höhe von knapp 22 000 Euro stimmte das Gremium ebenso zu wie der Finanzplanung für die kommenden Jahre und der Entlastung für die Haushaltsjahre 2014 und 2015. Die Jahresrechnung 2018 wurde zusammen mit dem Rechenschaftsbericht vorgelegt, wobei sich keine wesentlichen Änderungen gegenüber dem Ansatz ergaben.

Betreuung

Rektorin Gudrun Schnitzer erklärte, wie sich die Beaufsichtigung von Schulkindern aufgrund der Coronakrise in der Grundschule Ebern auswirkt. Demnach kommen aus Familien, deren Eltern systemrelevante Berufe ausüben, wöchentlich ein bis drei Kinder zur Betreuung durch die Lehrkräfte.