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Adelsdorf

Grundschüler lernen Erste Hilfe

Auf dem Schulhof wird gespielt und manchmal auch gerauft. Da passiert schnell mal was. Damit es im Notfall schnell geht mit der Hilfe, patrouillieren nun zwei Schülersanitäter auf dem Pausenhof. Die werden in einer AG eigens ausgebildet.
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Fynn wird von den Schulsanitätern verarztet.  Foto: Johanna Blum
Fynn wird von den Schulsanitätern verarztet. Foto: Johanna Blum

Adelsdorf — Schulleiterin Christina Nöth ist ebenso stolz wie Adelsdorfs Bürgermeister Karsten Fischkal (FW) und der Vorsitzende des Förderkreises Bayrisches Rotes Kreuz (BRK) Uwe Pöschl: An der Adelsdorfer Grund- und Mittelschule gibt es nun ausgebildete Schulsanitäter.

Am Mittwoch-Vormittag trafen sich alle 343 Schüler mit ihren Lehrerinnen in der Turnhalle, um zu sehen, was die zehn Schulsanitäter aus der 2a und 3a bisher alles gelernt haben.

Je zwei Schüler patrouillieren

Katja Böhme, eine Schülermutter, die seit diesem Schuljahr zusammen mit Alfred Albrecht vom BRK die Erste Hilfe AG leitet, demonstrierte am kleinen Fynn das Vorgehen. Beim Rennen durch das Schulhaus soll der Schüler gegen eine sich öffnende Türe gestoßen sein. Von der Befragung, der Behandlung bis zum durch Notruf herbeigerufenen Rettungssanitäter funktionierte alles perfekt. In der Halle herrschte gespannte Ruhe.

Ab kommenden Montag patrouillieren in jeder ersten Pause je zwei kleine Sanitäter über den Pausenhof. Zu erkennen sind die an ihren gelben Westen und der Notfalltasche, die von der Gemeinde und dem BRK zur Verfügung gestellt wurden.

Aurelia aus der 3a ist dabei, weil sie gerne für andere da sei und ihnen im Notfall helfen will. Ähnlich begründet Enja aus der 2a ihr Interesse: "Ich will meinen Kameradinnen helfen, ihnen die Angst nehmen und dass sie sich einfach besser fühlen."

Fähigkeiten sind kein Hexenwerk

Katja Böhme arbeitet nach dem Ausbildungspool des BRK. Ihr macht die Arbeit mit den Kindern viel Spaß. "Erste Hilfe kann jeder von euch und die Handgriffe, Kenntnisse und Fähigkeiten sind kein Hexenwerk", sagt sie.

Die AG wird sowohl für die gebundene als auch die offene Ganztagsschule angeboten. Jeder aus der 2. und 3. Klasse kann sich anmelden. Damit sind die Sanitäter mit der Rettungstasche, den gelben Westen und ihrem Wissen für den Notfall gerüstet.

Fischkal, selbst ehemaliger Rettungssanitäter, lobte die Kinder und fragte zum Schluss alle Schüler nach der Notrufnummer. Wie aus der Pistole geschossen schallte es durch die Halle: 112. Alfred Albrecht, der mit dem Rettungswagen gekommen war, bot den Schülern noch eine Vorstellung des Wagens an. Auch dabei zeigte sich das Interesse der Schüler.