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Igensdorf

Grund- und Gewerbesteuer müssen 2020 steigen

Die Verschuldung der Gemeinde wegen der Lindelberghalle war der Grund, dass der Haushalt von Igensdorf erst am 29. November genehmigt wurde. Allerdings nicht ohne Auflagen durch die Genehmigungsbehörd...
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Die Verschuldung der Gemeinde wegen der Lindelberghalle war der Grund, dass der Haushalt von Igensdorf erst am 29. November genehmigt wurde. Allerdings nicht ohne Auflagen durch die Genehmigungsbehörde. Diese forderte eine Anhebung der Hebesätze für die Grundsteuern A und B und der Gewerbesteuer, so dass Mehreinnahmen von jährlich mehr als 200 000 Euro erzielt werden können. Darüber informierte Bürgermeister Wolfgang Rast (IU) seine Gemeinderäte.

Zugleich brachte er seinen Unmut über diese Vorschriften zum Ausdruck. Sie seien ein großer Eingriff in die haushaltliche Finanzhoheit der Gemeinde. "Soweit sind wir noch nicht, dass wir uns solche Eingriffe gefallen lassen müssen. Dass uns das Wasser bis zum Hals steht, wissen wir selbst. Aber für 2019 werden wir nichts machen. Für 2020 werden wir die Hebesätze anheben", erklärte Rast. Im Vergleich zu anderen Kommunen liege man damit im mittleren Durchschnitt. Die Hebesätze für die genannten Steuern werden für dieses Jahr auf 340 von Hundert festgesetzt.

Die Lindelberghalle wirkt sich auch auf die energetische Sanierung des Rathauses aus. Die 30 Jahre alte Heizungsanlage soll durch eine neue Ölbrennwertanlage ausgewechselt werden und Sonnenschutz an die Rathausfenster angebracht werden. Wie Bauamtsleiter Andreas Finkes deutlich machte, müsse man mit Kosten in Höhe von 296 905 Euro rechnen. Der Zuschuss entspräche 50 Prozent. Dabei müsse die Maßnahme heuer fertig werden, sonst sei der Zuschuss verloren.

Günter Lang (Grüne) gefiel das nicht. Er halte es für weniger sinnvoll, da man in spätestens 25 Jahren keine Heizungen mehr haben solle. Zahlen und Alternativen forderte auch Werner Hammerand (IU) und nannte das bereits bestehende Hackschnitzelheizwerk als Alternative. Wie viel mehr die anderen Alternativen kosten, konnte der Bürgermeister nicht beziffern. Dazu müsse erst ein Auftrag erteilt werden, um die Kosten zu ermitteln. Das kostet auch schon Geld.

Schließlich einigte man sich darauf, den Auftrag für die energetische Sanierung auszuschreiben - und zwar alternativ mit einer Hackschnitzelheizung. Komme das Ganze zu teuer, werde die Ausschreibung wieder aufgehoben.

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