Hochstadt
Gemeinderat

Grünes Licht für Photovoltaik bei Obersdorf

Die Firma Südwerk Projektgesellschaft aus Burgkunstadt möchte Freiflächenphotovoltaikanlagen im Bereich westlich von Anger/Obersdorf und südlich von Wolfsloch errichten. Der Aufstellungsbeschluss für ...
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Die Firma Südwerk Projektgesellschaft aus Burgkunstadt möchte Freiflächenphotovoltaikanlagen im Bereich westlich von Anger/Obersdorf und südlich von Wolfsloch errichten. Der Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungs- sowie eine Änderung des Flächennutzungsplans waren Hauptbestandteile der jüngsten Gemeinderatssitzung.
Die Bereiche sind im Flächennutzungsplan als Flächen für die Landwirtschaft dargestellt und befinden sich im Außenbereich. Bei Wolfsloch ist eine Gesamtfläche von etwa 9,2 Hektar und bei Anger eine Gesamtfläche von circa 17,8 Hektar für die Anlagen geplant. Die Grundstückseigentümer haben bereits ihre Zusagen erteilt. Laut Anfrage ist die Firma Südwerk bereit, alle Kosten der Bauleitplanung zu tragen. Das Gremium beschloss die Aufstellung der beiden Bebauungspläne sowie die Änderung des Flächennutzungsplanes mit zwei Gegenstimmen. Der Beschluss bedeute jedoch noch nicht, dass die Anlagen auch tatsächlich errichtet werden, da bayernweit nicht alle beantragten Anlagen dieser Größenordnung von höherer Stelle genehmigt werden.


Scheidsbach mit Mängeln

Bürgermeister Thomas Kneipp (CSU) informierte, dass das Wasserwirtschaftsamt am Scheidsbach ökologische und wasserbauliche Defizite festgestellt habe, so dass hier ein Konzept für Verbesserungsmaßnahmen aufgestellt werden sollte. Da das Gewässer nicht an der Gemeindegrenze endet, sollte dies in kommunaler Zusammenarbeit erfolgen. Der Landschaftspflegeverband würde hierfür die Federführung im Landkreis Lichtenfels übernehmen. Die Maßnahme werde mit 75 Prozent eines Festbetrags, der sich aus Gewässerlänge und Zahl der anliegenden Gemeinden ergibt, gefördert. Der Eigenanteil der Gemeinde Hochstadt liegt gemäß Finanzierungsplan bei 1174,50 Euro für die Gesamtlaufzeit von zwei Jahren. Die Räte beschlossen, den Landschaftspflegeverband zu beauftragen, die interkommunale Zusammenarbeit in diesem Zusammenhang zu koordinieren sowie ein Umsetzungskonzept für alle beteiligten Gemeinden auszuschreiben und in Auftrag zu geben.
Weiter beriet der Gemeinderat über die Übernahme von Schulbuskosten für die Beförderung evangelischer Grundschüler zur Grundschule Marktzeuln. Vorangegangen war eine entsprechende Anregung der Hochstadter Schulleiterin, Heike Klimke. Die Räte stimmten zwar der Teilnahme evangelischer Grundschüler der Gemeinde am evangelischen Religionsunterricht in der Grundschule Marktzeuln zu, lehnten jedoch etwaige anfallende Gastschulbeiträge sowie die Beförderungskosten nach Marktzeuln in Höhe von 535,50 Euro monatlich (Stand 2017) ab. Es gäbe hierfür auch keinen Zuschuss seitens des Freistaates Bayern, betonte der Bürgermeister.
Aus der Bevölkerung wurde angefragt, ob zur Erleichterung der Straßenquerung für Fußgänger in der Wolfslocher Straße im Bereich der Engstelle bei der Sparkasse ein Fußgängerüberweg geschaffen werden könnte. Nach Rücksprache mit dem Landratsamt scheide ein Fußgängerüberweg an dieser Stelle aus, da dieser nicht früh genug erkennbar wäre.


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