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Lichtenfels

Grünes Licht für neuen Funkmast

Der Bau- und Umweltausschuss des Lichtenfelser Stadtrates billigte mehrheitlich das Vorhaben der Deutschen Funkturm GmbH, die an der Werkstraße 9 in Seubelsdorf einen 30 Meter hohen Schleuderbetonmast errichten will.
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Der Mobilfunkmast an der Fritz-Doppel-Straße in Seubelsdorf wird zum neuen Gewerbegebiet hin versetzt. Foto: Andreas Welz
Der Mobilfunkmast an der Fritz-Doppel-Straße in Seubelsdorf wird zum neuen Gewerbegebiet hin versetzt. Foto: Andreas Welz
Die Diskussion um Strahlenbelastung durch Funkmasten beherrschte am Dienstag auch die Sitzung des Bau- und Umweltausschusses des Stadtrates. Anlass war der Bauantrag der Deutschen Funkturm GmbH, die an der Werkstraße 9 in Seubelsdorf einen 30 Meter hohen Schleuderbetonmast errichten will. Der derzeit bestehende Mast an der Fritz-Doppel-Straße, der von der Telekom betrieben wird, soll nach Inbetriebnahme des neuen Standortes abgeschaltet und abgebaut werden.
Bürgermeister Andreas Hügerich (SPD) betonte, dass seitens der Verwaltung sowie der Bürgerinitiative keine Bedenken bestünden. Der Grund für den anderen Standort sei auch das neue Gewerbegebiet in Seubelsdorf, das mit dem jetzigen nicht ausreichend bedient werden könne.
Bauamtsleiter Günther Lorenz wies darauf hin, dass neben der Telekom auch andere Mobilfunkbetreiber den Mast bestücken könnten.
Bedenken hatte Stadtrat Helmar Zipp (SPD), der gegen den Antrag stimmte. Der deutlich höhere Mast könne auch die Strahlenbelastung erhöhen, mutmaßte er.
Bürgermeister Hügerich konnte der Argumentation nicht folgen. Zum einem würde der Mast weiter vom Wohngebiet wegverlegt und die Höhe erübrige die Aufstellung weiterer Masten. Er nannte als Beispiel den Funkmast auf dem Burgberg, der weite Teile des Stadtgebiets versorge. Gäbe es dort keine Anlage, müssten rund um den Berg Masten aufgestellt werden.
Frank Rubner (CSU) freute sich über ein "lupenreines" Mobilfunknetz im Stadtgebiet.


Weitere Bauvorhaben befürwortet

Keine Bedenken hatte der Ausschuss gegen den Neubau eines Mehrfamilienhauses mit sechs Wohneinheiten am Friedhofsweg 7. Die Antragsteller Deininger, Penquitt und Semoski hatten, im Gegensatz zu ihrer gebilligten Bauvoranfrage, zusätzliche Abstellmöglichkeiten, zum Beispiel für Fahrräder, vorgesehen.
Das gemeindliche Einvernehmen erteilte das Gremium einem Bauantrag der Firma Hexpol, die an der Max-Planck-Straße 3 in Schney in der bestehenden Lagerhalle Produktionsräume errichten will. Hierfür sollen zusätzlich drei Silos, eine Übergabestation sowie eine Trafostation gebaut werden.
Die Vodafone GmbH will einen bestehenden Technikcontainer durch einen weiteren Container vergrößern. Dagegen gab es keine Bedenken.
Einem Bauantrag zur Nutzungsänderung und zum Umbau eines Geschäftshauses in der Judengasse 2 von Tina Hühnlein wurde stattgegeben. In dem bestehenden Gebäude sollen Büroräume entstehen, für den Neubau sind eine Garage und eine Dachterrasse geplant.
Heiterkeit löste ein Bauantrag von Rosemarie Haselmann in der Albrecht-Dürer-Straße 34 aus, die einen Gymnastikraum für bis zu fünf Teilnehmer in ihrem Privathaus einrichten möchte. "Warum bedarf das denn einer Baugenehmigung?", fragten die Ausschussmitglieder.
Bürgermeister Hügerich erläuterte: "Sobald ein Raum gewerblich genutzt werden soll, muss das beantragt und genehmigt werden."

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