Stettfeld

Grünes Licht für den Kindergarten

Einstimmig genehmigte der Stettfelder Gemeinderat den Bauplan für den Neubau des Mittelteils des Kindergartens. Bürgermeister Hartlieb rechnet nicht mit einem Baubeginn vor Herbst dieses Jahres.
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Einen weiteren großen Schritt machte die Erweiterung und Sanierung des Stettfelder Kindergartens mit der Genehmigung des Bauplans durch den Gemeinderat. Fotos: Christian Ziegler
Einen weiteren großen Schritt machte die Erweiterung und Sanierung des Stettfelder Kindergartens mit der Genehmigung des Bauplans durch den Gemeinderat. Fotos: Christian Ziegler
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Zur Erweiterung und Generalsanierung des Stettfelder Kindergartens lag nun der Bauantrag des Johannis-Zweigvereins vor. Geplant ist, den jetzigen Mittelteil zwischen Altbau und Krippe abzubrechen und durch einen zweigeschossigen Neubau zu ersetzen. So entstehen zwei neue Gruppen- und ein Bewegungsraum. Eine Mensa und die Schulkindbetreuung werden im alten Teil des Kindergartens untergebracht.

Die Gesamtkosten der Maßnahme beziffern sich auf knapp 1,5 Millionen Euro. Deshalb zeigte sich Johann Müller über die im Plan veranschlagten Kosten verwundert: "Liegen die Baukosten jetzt nur noch bei 742 000 Euro?", fragte er.

Matthias Klauda erklärte: "Im Bauantrag werden die Kosten anders ermittelt."

Damit gab sich Müller nicht zufrieden: "Ich kann doch nicht nur die Hälfte reinschreiben, das ist doch eigentlich Betrug."

Bürgermeister Alfons Hartlieb (CSU) beschwichtigte: "Der Plan geht ans Landratsamt, und die sind dafür da, dass sie nochmal drüberschauen." Zudem sei der Förderantrag über die kompletten Kosten von 1,5 Millionen gestellt worden.

Der weitere Ablauf

Werner Rümer wollte wissen, ob es einen Projektplan für die Maßnahme gibt. Der weitere Ablauf gestaltet sich wie folgt: Die Pläne werden nun ans Landratsamt weitergereicht und kommen anschließend zur Regierung von Unterfranken, die einen Förderbescheid auf vorzeitigen Baubeginn erlassen muss. Erst dann kann mit der Ausschreibungsphase begonnen werden. "Wann der (Bescheid; die Red.) kommt, wissen wir nicht, und der Regierung setzt da niemand ein Messer auf die Brust", betonte Bürgermeister Hartlieb. "Er kommt, wenn er kommt." Erst dann könne ein Projektplan erstellt werden. Er rechne allerdings nicht mit einem Baubeginn vor Herbst dieses Jahres.

Ausweichquartier: Gasthaus Strätz

Positive Nachrichten hatte Hartlieb zum Ausweichquartier im Gasthaus Strätz. Das Landratsamt sei damit einverstanden. "Natürlich müssen wir Kleinigkeiten ändern und Provisorien bilden." Es gebe aber keine nennenswerten Schwierigkeiten.

Die Zeit für Abbruch, Neubau und Sanierung sei derzeit mit zwölf Monaten geplant. Eine Spanne, die die Räte als sehr "sportlich" erachteten.

Dazu steuerte Matthias Klauda einen Erfahrungswert bei: "In Sand hat der Architekt seine Planung genau eingehalten", ließ er den Gemeinderat wissen.

Doris Simon stellte den Antrag, einen dritten Gemeindearbeiter in Vollzeit für den Bauhof einzustellen. Dieser wird bei der nächsten Gemeinderatssitzung behandelt.

Zu Beginn der Gemeinderatssitzung war Matthias Kuhn als neues Mitglied des Gemeinderates für den ausscheidenden Hilmar Folger (CSU) vereidigt worden. Folger hatte Ende letzten Jahres den Antrag gestellt, aus gesundheitlichen Gründen aus dem Gremium abberufen zu werden. Dem Antrag gab der Rat mit 10:0 Stimmen statt.

Seine Posten als ordentliches Mitglied des Bauausschusses und Stellvertreter im Finanzausschuss sollen von Kuhn übernommen werden. Die Abstimmung darüber wird in der kommenden Sitzung fallen.

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