Coburg
Antrag

Grüne wollen Instrumentenflug unbefristet

Die Stadtverwaltung soll dafür sorgen, dass der Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene schnellstmöglich eine dauerhafte Genehmigung für den Instrumentenflug ...
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Die Stadtverwaltung soll dafür sorgen, dass der Verkehrslandeplatz Brandensteinsebene schnellstmöglich eine dauerhafte Genehmigung für den Instrumentenflug erhält. Das fordert die Fraktion von Bündnis 90/Die Grünen in einem Antrag zur Stadtratssitzung am 23. November.
Konkret soll der Stadtrat beschließen, dass Oberbürgermeister Norbert Tessmer (SPD) den Aeroclub Coburg als Platzbetreiber auffordern soll, einen entsprechenden Antrag beim Luftamt Nordbayern zu stellen. "Fragen der Finanzierung einer eventuellen Verlängerung der Anflugbefeuerung müssen dabei erörtert werden", heißt es in dem Antrag. Außerdem wollen die Grünen wissen, ob es bereits Gespräche mit dem Luftamt Nordbayern oder Anträge in dieser Angelegenheit gab und zu welchen Ergebnissen diese führten. Unterschrieben haben den Antrag die drei Stadtratsmitglieder Martina Benzel-Weyh, Angela Platsch und Wolf-Rüdiger Benzel.
Zum Hintergrund erläutern die Grünen, dass sie sich ans Luftamt Nordbayern gewandt hätten mit der Frage, was geschehen müsse, um den Verkehrslandeplatz in Coburg dauerhaft für das Instrumentenflugverfahren zu ertüchtigen. Die Antwort: Entweder die Anflugbefeuerung deutlich verlängern (sie ist nämlich zu kurz, und die Sondererlaubnis dafür erlischt mit dem Jahresende 2019) oder aber den Verkehrslandeplatz für Instrumentenflugbetrieb auf Nicht-Instrumentenfluglandebahnen zulassen. Dafür wären nach Auskunft des Luftamts Nordbayern keine baulichen Veränderungen nötig, doch die vorgeschriebenen Sichtweiten für den Landeanflug wären deutlich höher als jetzt.
Die entsprechenden Anträge müsste laut Luftamt der Aero-Club Coburg als Platzbetreiber stellen. Für die Grünen ist deshalb "Eile angesagt", da ja das Instrumentenflugverfahren wegen der Ausnahmegenehmigung für die Anflugbefeuerung nur bis Ende 2019 möglich ist.
Zur Möglichkeit eines Instrumentenflugbetriebs auf Nicht-Instrumentenfluglandebahnen schickte das Bundesverkehrsministerium im Mai ein Rundschreiben an die Luftämter und Aufsichtsbehörden. Flugplätze, die dieses Verfahren einführen wollen, brauchen nicht zwingend eine Anflugbefeuerung.
Anfang September hatten der Unternehmer Michael Stoschek und Staatskanzleichef Marcel Huber in Coburg erklärt, dass der Flugplatz Breitenau bei Bamberg künftig nach diesem Verfahren betrieben werden solle. In Coburg solle dagegen die Anflugbefeuerung auf 300 Meter verlängert werden. Unter diesen Voraussetzungen sei es nicht notwendig, das Planfeststellungsverfahren für einen Flugplatzneubau bei Neida weiter zu verfolgen.
Überrascht wurde von dieser Entwicklung seinerzeit die Stadt Bamberg, die den Flugplatz Breitenau über ihre Stadtwerke betreibt. Über den Sachstand in Bamberg soll am Mittwoch informiert werden. red
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