Kersbach
Naturschutz

Grüne gegen Gewerbe bei Kersbach

Durch die hohe Nachfrage an Gewerbeflächen im Forchheimer Süden könnten auch wertvolle, für die Artenvielfalt wichtige Biotope vernichtet werden. Dies behauptete die Forchheimer Grüne Liste (FGL) bei ...
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Durch die hohe Nachfrage an Gewerbeflächen im Forchheimer Süden könnten auch wertvolle, für die Artenvielfalt wichtige Biotope vernichtet werden. Dies behauptete die Forchheimer Grüne Liste (FGL) bei einer Informationsveranstaltung südlich des bestehenden Gewerbegebiets Sandäcker.

Dort ist eine Fläche, auf der laut Pressemitteilung der FGL der streng geschützte Dunkle Wiesenknopf-Ameisenbläuling lebt, bedroht. "Der Artenschwund findet direkt vor unserer Haustür statt", zitierte die FGL-Fraktionsvorsitzende Annette Prechtel den Vorsitzenden des Weltbiodiversitätsrats, Josef Settele. "Wenn wir Gewerbe ansiedeln wollen, dürfen wir das nicht in wertvollen Biotopen tun", so Prechtel.

Der Wiesenknopf-Ameisenbläuling ist eine europaweit streng geschützt Schmetterlingsart, die auf extensiv genutztes, also höchstens schwach gedüngtes und nur einmal spät im Jahr gemähtes Grünland angewiesen ist, erläuterte der Vorsitzende des Bundes Naturschutz Forchheim (BN), Ulrich Buchholz. Neben den seltenen Schmetterlingen kämen auch Pflanzenarten wie etwa die Kuckucks-Lichtnelke vor. BN und FGL sind sich einig, dass die Flächen im Forchheimer Süden unbebaut bleiben müssen. Nicht zuletzt die Stadt mit OB Uwe Kirschstein (SPD) an der Spitze sei hier in der Pflicht. red

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