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Grüne fordern neues Finanzierungskonzept für Flugplatz

Die Grünen-Kreistagsfraktion befürchtet eine weitere finanzielle Belastung des Landkreises durch die Einstellung der regelmäßigen Geschäftsflüge der Firma SKF. Die Grünen fordern, wie sie mitteilten, ...
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Die Grünen-Kreistagsfraktion befürchtet eine weitere finanzielle Belastung des Landkreises durch die Einstellung der regelmäßigen Geschäftsflüge der Firma SKF. Die Grünen fordern, wie sie mitteilten, ein tragfähiges Flugplatzkonzept.

Schon seit etlichen Jahren kritisiert die Grünen-Kreistagsfraktion immer wieder das Finanzierungskonstrukt des Flugplatzes in Haßfurt. Die Fraktionsvorsitzende Rita Stäblein (Eltmann) rügt nach der nun bekanntgewordenen Aufgabe der SKF-Flüge von Haßfurt nach Schweden vehement die prekäre Finanzsituation der Haßfurter Flugplatz GmbH.

Stäblein betont, dass die gesamte Finanzkonstruktion der Gesellschaft mittlerweile der aktuellen Situation in keiner Weise mehr angepasst sei, und fordert deshalb zeitnahe Änderungen.

Regelmäßig in den letzten Jahren machten die Grünen-Politiker im Kreistag die Finanzierung des Flugplatzes zum Thema. Auf ihren Antrag hin wurde auch im Oktober vergangenen Jahres über die angespannte Finanzsituation des Flugplatzes ausführlich im Kreistag informiert. Weil die Schweinfurter Firma SKF ihre Geschäftsflüge zum Hauptsitz nach Göteborg nicht mehr über den Flugplatz in Haßfurt abwickelt, entstanden Finanzierungslücken.

Buchstäblich der Kragen platzte den Grünen, als die Flugplatz GmbH den jährlichen Betriebskostenzuschuss des Landkreises von bisher 25 000 Euro auf 50 000 Euro aufstocken ließ. Die grünen Kommunalpolitiker sahen die Belastungsgrenze der Kommune endgültig erreicht. "Der Landkreis berappt jetzt 50 000 Euro jährlich und die zusätzlichen 25 000 Euro müssen an anderen Haushaltsstellen eingespart werden", moniert Rita Stäblein.

Aus Sicht der Grünen-Kreistagsfraktion ist durch die aktuelle Situation, dass SKF nicht mehr an den Haßfurter Flugplatz zurückkehren werde, nun der Punkt erreicht, nicht mehr nur über Veränderungen des Finanzierungskonstruktes nachzudenken. "Jetzt müssen zeitnah konkrete Änderungen eingeleitet und umgesetzt werden" fordert Stäblein.

Bei den letztjährigen Beratungen für den Haushalt des Jahres 2019 konkretisierten die Grünen ihre Forderungen zur Verteilung der Finanzbelastungen auf mehr Schultern. Sie forderten, auch die Wirtschaft, die vom Flugplatz am stärksten profitiert, bei der Finanzierung stärker in die Pflicht zu nehmen.

"Mit salbungsvollen Worten, leeren Versprechungen und dem Prinzip Hoffnung alleine wollen wir uns nicht mehr zufriedengeben", betont Stäblein. red

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