Weisendorf
Anträge

Grüne fordern höhere Ausgaben für Fußgänger, Radfahrer und ÖPNV

Die alte Dame mit dem Rollator, die auf dem holprigen nördlichen Gehweg entlang des Reuther Wegs unterwegs ist, der Schüler, der keinen angemessenen Stellplatz für sein Bike findet, der ÖPNV-Nutzer, d...
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Als wenig einladend bezeichnen die Grünen einige Bushaltestellen im Gemeindegebiet wie hier gegenüber der Grundschule. Foto: privat
Als wenig einladend bezeichnen die Grünen einige Bushaltestellen im Gemeindegebiet wie hier gegenüber der Grundschule. Foto: privat

Die alte Dame mit dem Rollator, die auf dem holprigen nördlichen Gehweg entlang des Reuther Wegs unterwegs ist, der Schüler, der keinen angemessenen Stellplatz für sein Bike findet, der ÖPNV-Nutzer, der beim Aussteigen aus dem Linienbus in der Pfütze landet. Um sie sorgen sich die Weisendorfer Grünen mit Anträgen, die sie rund um das Thema "Umweltfreundliche Mobilität" zum Haushaltsplan 2020 stellen.

Der nördliche Gehweg entlang des Reuther Wegs ist in die Jahre gekommen: Er fällt zur Fahrbahn deutlich ab und ist sehr schmal, heißt es in einer Pressemitteilung der Grünen. Es sei eindeutig, dass der Gehweg heutigen Anforderungen nicht mehr entspreche. Deshalb wollen ihn die Grünen sanieren lassen, vor allem auch, "weil es ein Schulweg ist", so Gemeinderätin Christiane Kolbet.

Mit der Übernahme der Preisdifferenz zwischen den Tarifzonen 4 und 5 durch die Gemeinde Weisendorf könne man Anreize schaffen, damit auch die Bürger aus Rezelsdorf verstärkt den ÖPNV nutzen, lautet ein weiterer Antrag. "Wir müssen für gleichwertige Lebensbedingungen in allen unseren Ortsteilen sorgen", fordert Gemeinderat Norbert Maier. Solange der VGN bei einheitlichen Tarifen innerhalb von Weisendorf nicht mitziehe, solle die Kommune einspringen und die Preisdifferenz übernehmen.

Manche Bushaltestellen im Gemeindegebiet präsentieren sich als wenig einladend, so die Grünen nach einer einschlägigen Besichtigungstour. Die meisten Haltestellen seien sehr in die Jahre gekommen, die wenigsten seien barrierefrei. An einzelnen Haltestellen fehle der Fahrplan, Farbe blättere ab, der Fußboden sei mit umweltschädlichen Zigarettenkippen übersät. "Der Landkreis scheut keine Kosten und Mühen für ein attraktives ÖPNV-Angebot", erklärt Christiane Kolbet. "Jetzt wird es Zeit, dass auch die Gemeinde in Sachen Haltestellen ihre Hausaufgaben macht!" Auf rund 150 000 Euro beziffern die Grünen die Kosten für die von ihnen beantragten Verbesserungen. Dieses Geld, so die Grünen, sei in Zeiten des Klimawandels sinnvoll angelegt. red

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