Haßfurt
Flugplatz

Grüne fordern ein Konzept

Die Grünen diskutierten die Situation rund um den Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt in Haßfurt. Seit längerer Zeit steht das bisherige Finanzierungskonzept der Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinf...
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Die Grünen diskutierten die Situation rund um den Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt in Haßfurt.

Seit längerer Zeit steht das bisherige Finanzierungskonzept der Verkehrslandeplatz Haßfurt-Schweinfurt GmbH in der Kritik der Haßberge-Grünen. Die Partei sieht, wie sie mitteilte, dringenden Handlungs- und Diskussionsbedarf für die Zukunft des Flugplatzes - spätestens seit der beantragten Verdoppelung des seit Jahren gezahlten Betriebskostenzuschusses von 25 000 Euro auf jetzt 50 000 Euro pro Jahr.

Auf Initiative der Kreistags-fraktionsvorsitzenden Rita Stäblein trafen sich Mandatsträger aus den drei Finanzierungskommunen (Städte Haßfurt und Schweinfurt und Kreis Haßberge) mit dem Geschäftsführer der GmbH, Günter Mendel, am Flugplatz in Haßfurt.

Der Schweinfurter Stadtrat Reginhard von Hirschhausen thematisierte die Start- und Landegebühren. Er verwies darauf, dass die derzeit erhobenen Entgelte die tatsächlich anfallenden Kosten bei weitem nicht decken, und regte daher eine Erhöhung an. Laut Günter Mendel wird derzeit eine neue Entgeltverordnung erstellt.

Der Geschäftsführer berichtete, dass der Haßfurter Flugplatz im bayerischen Gesamtverkehrsplan als Schwerpunktlandeplatz aufgelistet sei. "Es ist ein ausdrücklicher Wunsch der bayerischen Staatsregierung, dass jede Planungsregion einen Verkehrslandeplatz haben soll", betonte Mendel.

Der Raum Haßfurt/Schweinfurt gehört zur Planungsregion Main-Rhön ebenso wie die Landkreise Schweinfurt, Bad Kissingen und Rhön-Grabfeld sowie die Stadt Schweinfurt. Die Landkreise (außer Haßberge) sind bei der Finanzierung "außen vor", wofür den Grünen jegliches Verständnis fehlt. Sie fordern, Initiativen zu starten, "damit auch die drei anderen Landkreise der Planungsregion einen finanziellen Beitrag leisten. Der Verkehrslandeplatz bietet schließlich auch diesen Landkreisen, den dort angesiedelten Firmen, Industrie und auch den Gesundheitsanbietern erhebliche Vorteile", meinen die Grünen.

Kreisrat Matthias Lewin aus Knetzgau kritisierte, dass genau über der Siedlung, in der er wohnt, am Wochenende regelmäßig kleinere Privatflugzeuge ihre Runde drehen, was auch andere Knetzgauer immer wieder monierten. Mendel informierte, dass Knetzgau im Bereich der sogenannten Platzrunde liege. Er verwies auf zahlreiche Hinweise an die Piloten, sich an die geforderten Maßnahmen zum Lärmschutz zu halten.

Für einen Entwicklungsplan

Harald Kuhn, Kreisrat aus Zeil, mahnte, dass "wir auch die Klimaziele nicht außer Acht lassen dürfen". Bei allen Überlegungen zur Zukunft sei zu berücksichtigen, was nach einer Schließung des Flugplatzes kommen könnte. Eventuell ein privater Investor?

Einig waren sich die Grünen der Kreistagsfraktion, dass auch mit Blick auf die Zukunft für den Flugplatz Haßfurt ein Entwicklungsplan für die nächsten zehn Jahre erstellt werden sollte. red

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