Litzendorf
Gemeinderat

Großprojekte ändern Litzendorfs Gesicht

Werner Höchstetter Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: In den nächsten sechs bis sieben Jahren sollen mehrere kommunale Großprojekte in Litzendorf verwirklicht werden. Den Löwenanteil der ve...
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Werner Höchstetter Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus: In den nächsten sechs bis sieben Jahren sollen mehrere kommunale Großprojekte in Litzendorf verwirklicht werden.

Den Löwenanteil der veranschlagten 26 Millionen Euro Investitionsvolumen verschlingen der Neubau der Doppelsporthalle (5,5 Mio.), die beiden neuen Baugebiete Aufsessianische Wiesen (3,2 Mio.) und Tanzwiesen West (2,5 Mio.), die Revitalisierung der ehemaligen Brauereigaststätte Winkler in Melkendorf (5,5 Mio.) sowie der kindergartentaugliche Umbau der ehemaligen Volksschule in Pödeldorf (2,5 Mio.). Da im Zug der beiden Neubaugebiete "reicher Kindersegen zu erwarten ist", plane man schon mal mit drei Gruppen und einer Zielgröße von 75 Kindern.

Beim Neubaugebiet Tanzwiesen West ist man gut unterwegs. Jedoch stehen noch Grundstücksverhandlungen an, so dass der endgültige Zuschnitt mit den Zufahrtsstraßen und Wegeverbindungen noch nicht feststeht.

Eine lebhafte Diskussion entspann sich beim Reizthema Stadtbusanbindung. Wolfgang Heyder (SPD) forderte, man müsse "zeitnah ein Angebot vorlegen. Litzendorf läuft hinterher". Andere Gemeinden seien schon weiter. Erster Bürgermeister Wolfgang Möhrlein hingegen warnte vor Pettstadter Verhältnissen mit 3,50 Euro für die einfache Fahrt nach Bamberg, wobei auf die Gemeinde Kosten von ca. 200 000 Euro für einen besseren Stundentakt zukämen. "Wenn etwas schwierig ist, dann ist es der ÖPNV", umschrieb das Gemeindeoberhaupt die Sachlage. Mit 1600 Pendlern täglich habe man einen der größten Pendelströme im Landkreis. "Wichtig für die Akzeptanz ist der Preis (z.B. 1,50 Euro), nicht nur der Takt."

Herbert Schütz ( CSU) blies ins gleiche Horn: "Wir müssen die jetzige Busverbindung nicht schlechtreden".

Susanne Bonora (SPD) mahnte, "die Zukunft im Blick zu behalten". Dem ÖPNV könne angesichts der geforderten Klimaneutralität auf dem Energiesektor noch große Bedeutung zukommen.

Zum Abschluss noch eine traurige Nachricht für die Tierfreunde: Auf Anfrage von Rudolf Volke (Grüne) wurde bestätig, dass der mittlerweile wieder heimisch gewordene Biber aufgrund seiner regen Bautätigkeit an bestimmten Stellen im Gemeindegebiet abgeschossen werden darf.

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