Harsdorf

Großprojekt auf 2019 verschoben

Der Haushalt für das Jahr 2018 stellte Harsdorf vor einige Herausforderungen. Die Gemeinde hält am Konsolidierungskurs fest. Deshalb musste auch der Ausbau der Straße Zettmeisel-Altenreuth vertagt werden.
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Symbolbild: Armin Weigel dpa
Symbolbild: Armin Weigel dpa
Den Haushalt 2018, der am Dienstagabend einstimmig vom Gemeinderat mit einem Gesamtvolumen von 2 645 000 Euro verabschiedet wurde, bezeichnete Bürgermeister Günther Hübner (CSU) als ein Werk, das ganz besondere Herausforderungen lösen musste. Der Verwaltungshaushalt schließt in Einnahmen und Ausgaben mit 1 660 900 Euro ab und im Vermögenshaushalt sind Einnahmen und Ausgaben von 984 100 Euro vorgesehen. Ein Großprojekt musste der Gemeinderat allerdings auf 2019 verschieben: den Ausbau der Straße Zettmeisel-Altenreuth.
Die Herausforderungen waren, wie Bürgermeister Günther Hübner erläuterte, nicht nur, dass die Standardgrundsätze wie keine Nettoneuverschuldung, Abwicklung der begonnenen Maßnahmen und Weiterentwicklung der Konsolidierung zu beachten waren, sondern dass die Gemeinde mit Hilfe der staatlichen Förderprogramme so viele Projekte gleichzeitig am Laufen hat.
Harsdorf werde am Konsolidierungskurs festhalten, hoffe aber darauf, auch für 2018 wieder Stabilisierungshilfe zu bekommen: "Schließlich haben wir in diesem Zuwendungsjahr erstmals viele auslaufende Darlehen. Das bedeutet, dass wir zwischen Sparsamkeit und Abwickeln der staatlich geförderten Maßnahmen quasi einen Spagat machen müssen, um beiden Seiten gerecht zu werden", so der Bürgermeister.
Im Verwaltungshaushalt besteht nur wenig Handlungsspielraum, da er maßgeblich von den Ansätzen für Personal, Umlagen, kostenrechnende Einrichtungen, Unterhaltsmaßnahmen und Finanzausgleich bestimmt wird. Hübner: "Dennoch ist es uns gelungen, die Pflichtaufgaben sicherzustellen und unsere Auslagen für den Landesdorfwettbewerb zu finanzieren."
Die Verschuldung ist nach den Worten von Hübner erneut rückläufig. Für 2018 ist eine Reihe von größeren Projekten vorgesehen. Hübner nannte die Abfinanzierung der Bahnübergänge, den Grunderwerb für den Bau der Straße Zettmeisel-Altenreuth mit Anlage eines kleinen Regenrückhaltebeckens, den Regenwasserkanal für die Blumenstraße und den Tulpenweg, den Umbau des Gemeindezentrums "Zur Tanne", die Revitalisierung des Bräuhauses, Pflaster- und Garagenbauarbeiten am Bauhof, die Wegeverbesserung im Friedhof, die Fortführung der Freizeitwegbeschilderung und der Ortsverschönerung, den weiteren Breitband-Ausbau und den Zuschuss für die Erschließung des Baugebietes "Zettmeisel". Bürgermeister Hübner: "Die freie Finanzspanne beträgt heuer 147 300 Euro. Der Haushalt ist wie immer eng gestrickt, lässt aber dennoch Verbesserungen bei den Infrastrukturmaßnahmen zu. Sofern unser Bebauungsplan ,Zettmeisel' bis Mitte des Jahres Rechtskraft erlangt und wir einen Bauträger finden, ist vielleicht mit einer Erschließung noch Ende 2018 zu rechnen."
Bürgermeister Hübner bedauerte, dass die Gemeinde in Sachen Wasserversorgung und Wasserrechtliche Erlaubnis für die Tiefbrunnen nicht wesentlich weitergekommen ist: "Sorgen macht nicht nur das Rohrnetz, sondern vor allem die Sanierung der Tiefbrunnen oder die Suche nach einer Alternative, wenn die Nitratgehalte langfristig nicht gesenkt werden können. Finanziell sind beide Wege sehr teuer und können nur mit Beitragsumlegungen gestemmt werden."
Kämmerer Christopher Schröder machte deutlich, dass sich die finanzielle Lage der Gemeinde Harsdorf gegenüber dem Vorjahr leicht verbessert habe: "Diesbezüglich entspannt sich die Haushaltslage im Jahr 2018 wieder etwas." Schröder wies auch darauf hin, dass die vorgesehenen Projekte der nächsten Jahre nicht ohne Nettoneuverschuldung durchführbar sind.
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