Großheirath
Bürgerversammlung

Großheirather ohne Grund zur Klage

Ein Punkt aus dem Bericht von Bürgermeister Udo Siegel vor der Bürgerversammlung im Gasthaus Steiner stieß auf besonders lebhaftes Interesse: Die geplante Fahrbahnverengung an der Einfahrt des Rothweg...
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Ein Punkt aus dem Bericht von Bürgermeister Udo Siegel vor der Bürgerversammlung im Gasthaus Steiner stieß auf besonders lebhaftes Interesse: Die geplante Fahrbahnverengung an der Einfahrt des Rothwegs rief sogleich Bedenken hervor. Was als zusätzliche Sicherheit für die Schulkinder gedacht ist, sieht man als mögliche Gefährdung der Autofahrer.

Laut Udo Siegel soll die Verengung eine wirksame Maßnahme zur Tempo-Reduzierung sein. Nur wenn die Einfahrt so eng ist, dass nur ein Auto durchpasst, sei das Langsamfahren und Herantasten gewährleistet. Zum Tragen solle diese bauliche Veränderung kommen, wenn der Gehweg entlang der Kreisstraße von der Einmündung Schulstraße bis zur Banzer Straße erneuert wird.

Gemeinde hat keinerlei Schulden

Udo Siegel berichtete über den Haushalt der Gemeinde, gab einen Rückblick auf die Baumaßnahmen und einen Ausblick auf die für die nähere Zukunft geplanten Projekte. Die Gemeinde habe ein "ordentliches Rücklagenpolster" von 3,7 Millionen Euro und keinerlei Schulden. Großheirath gehöre damit neben Dörfles-Esbach zu den einzigen beiden schuldenfreien Gemeinden im Landkreis Coburg. Die Einnahmen bei der Einkommensteuer und bei der Gewerbesteuer entwickelten sich besser als geplant. Die ortsansässigen Firmen hätten volle Auftragsbücher und die Einwohnerzahl sei auf 2678 Köpfe gestiegen. Es habe mehr Geburten als Sterbefälle gegeben.

Im Gewerbegebiet Großheirath Nord-West habe man für den letzten freien Platz bereits einen Bewerber. Danach seien keine weiteren Ausweisungen geplant, sagte Udo Siegel.

In groben Zügen ging Siegel auch auf die Dorferneuerung in Rossach ein, bei der im wörtlichen Sinne der Ortskern von Grund auf neu hergerichtet wurde: Es wurden alle Leitungen und Kanäle in Schuss gebracht, es gab Altlasten im Boden, die teuer entsorgt werden mussten, und die Leerrohre für schnelles Internet wurden gleich mit verlegt. Für all das sei Großheirath als nächster Ort dran.

Es zeichne sich ab, dass die Gemeinde alle Friedhöfe in den Ortsteilen übernimmt oder unterstützt, auch den sanierungsbedürftigen in Großheirath.

Mit dem Beitritt zur "Allianz B 303 plus" wolle Großheirath dazu beitragen, zusammen mit zahlreichen anderen Gemeinden ein Gegengewicht zur Initiative Rodachtal zu schaffen.

Fragen der Bürger

Die Fragen aus den Reihen der Zuhörer drehten sich unter anderem um den Radweg in Richtung Untersiemau. Dabei ging es unter anderem um die Gestaltung des Lückenschlusses und die Frage, ob auch Fußgänger den Radweg nutzen könnten.

Erklärungsbedürftig war auch die Erhöhung der Kanal- und Wassergebühren und ob nicht Außenzähler für die Gartenbewässerung die Abwassergebühr vermindern könnten.

Schließlich kam noch der Vorschlag, bei den Sitzbänken in der Taufallee einen Abfallbehälter aufzustellen, da nicht alle Fußgänger wüssten, wohin sie ihren Müll zu werfen hätten.

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