Trebgast

Großer Beifall für die Kleinen

Die Kirchengemeinde Trebgast stimmte musikalisch auf die Adventszeit ein.
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Die "Johannes-Kids" in voller Aktion Fotos: Dieter Hübner
Die "Johannes-Kids" in voller Aktion Fotos: Dieter Hübner
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Die erste Kerze brennt seit Sonntag im Schiff der Johanneskirche. "In der Adventszeit zünden wir Kerzen an, um der Dunkelheit zu begegnen", begrüßte Pfarrer Peter Ahrens die zahlreichen Besucher zur Adventsmusik. Das Programm mit Liedern von der Klassik bis zur Moderne präsentierten die musikalischen Gruppen der Gemeinde.

Aufgeregt rutschten die Kleinsten in ihrer Bank hin und her, suchten noch einmal den Blickkontakt zu Mama und Oma. Dann hob Karin Schulz den Taktstock und die Bläser des Posaunenchors setzten ihr Blech ein, um mit dem schlesischen Weihnachtslied "Was soll das bedeuten" die ersten Akzente zu setzen. Der tänzerische Schritt-Takt ließ auf Reigenspiele vor oder in einer Kirche schließen.

Nach dem Johanneschor ("Nun lasst uns stille werden", "Herr, du kamst in unsere Armut") unter dem Dirigat von Thomas Grünke stimmte die Gemeinde in den Choral "Wie soll ich dich empfangen" ein, dessen erste Strophe als Bestandteil des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach weltbekannt wurde. Dass die Jugendlichen noch (viele) Träume haben, dokumentierte der Jugendchor "Singing Youth", der mit "A Million Dreams" und der Popballade "Heal the World" von Michael Jackson gefühlt etwas zaghafter auftrat als gewohnt.

Dann war für die fünf- bis achtjährigen "Johanneskids" die aufregende Wartezeit vorbei. Noch schnell das schicke Kleidchen zurechtgezupft, dann drückten sie schwung- und temperamentvoll mit zwei Liedern aus dem Musical "Die Freude dieser Zeit", die sie mit ihrer Leiterin Lisa Stenglein eifrig einstudiert hatten, ihre Freude über die Geburt von Gottes Sohn aus. "Wir haben den meisten Applaus bekommen", registriert Lotte freudig und erzählte es sofort ihrem Sitznachbarn. Stimmte ja auch.

Sologesang von der Empore

Abwechslung brachten die zwei Sopranistinnen Elisa Pachmann und Manuela Schraml von der Orgel-Empore aus mit ihren Solovorträgen, dem Sternsingerlied "Es ist für uns eine Zeit angekommen" und "Drei Kön'ge wandern aus Morgenland", für viele das schönste Weihnachtslied überhaupt. Begleitet wurden sie dabei von Organist Thomas Grünke, ebenso wie Solistin Christine Hofmann-Niebler, die mit ihrer Posaune "Er weidet seine Herde" (Georg Friedrich Händel) und "Panis Angelicus" intonierte, das zum Standardrepertoire vieler berühmter Tenöre gehört.

Mit "Geht, sagt es allen weiter" bewies der Posaunenchor, dass er auch spirituelle Klänge beherrscht. Kurzgeschichten, vorgelesen von der Vertrauensfrau des Kirchenvorstandes, Christine Diersch, und das gemeinsam gesungene Lied "Tochter Zion" rundeten die gelungene musikalische Einstimmung in den Advent ab.

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