Großenseebach

Großenseebach ist gut bei Kasse

Den Abend prägten Berichte der Verwaltung. Fragen kamen nur zum Breitbandausbau und Radwegen.
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Von Bürgermeister Bernhard Seeberger gab es einen überwiegend positiven Bericht. Foto: Richard Sänger
Von Bürgermeister Bernhard Seeberger gab es einen überwiegend positiven Bericht. Foto: Richard Sänger

Informationen aus erster Hand über Aktuelles und Künftiges der Großenseebacher Kommunalpolitik gab es bei der gutbesuchten Bürgerversammlung im Saal des FSV Großenseebach. Am Ende zog Bürgermeister Bernhard Seeberger (FW) ein zufriedenstellendes Fazit, denn es gab nur wenige Fragen, so zum Breitbandausbau, bei dem sich einige Bürger "abgehängt" fühlen, und zur Beleuchtung des Radwegs nach Heßdorf sowie nach einem Radweg durch Großenseebach.

Zum Glasfaseranschluss verwies der Bürgermeister auf die Telekom und ein Radweg durch das Dorf lasse sich wahrscheinlich nur schwer realisieren.

Neben den statistischen Zahlen informierte der Bürgermeister über die Entwicklung seit der letzten Versammlung und gab einen Ausblick. Dass sich Großenseebach keine Sorgen um die Finanzen machen muss, war dem Vortrag des Kämmerers Jörg Hausam zu entnehmen.

Die Gemeinde Großenseebach zählt aktuell 2546 Einwohner aus insgesamt 41 Nationen. Wie der Bürgermeister erläuterte, habe sich auch die Altersstruktur etwas verschoben, der Anteil der Senioren ab 66 Jahren stieg auf 19 Prozent, der Anteil der Erwachsenen von 19 bis 65 Jahre beträgt 61 Prozent der Bevölkerung; Kinder sowie Jugendliche bis 18 Jahre stellen 20 Prozent.

Auch die Zahl der Hunde erwähnte der Bürgermeister, von 139 Hunden sind 138 steuerpflichtig. Durch freiwillige Leistungen und Zuschüsse werden je nach Bedarf 18 Vereine und Institutionen unterstützt.

Betreuung

Auch im Bereich der Kinderbetreuung und der Grundschule sei die Gemeinde immer wieder aufs Neue gefordert. Im Kindergarten werden 74 Kinder in vier Gruppen betreut. Wegen Personalmangels können derzeit keine weiteren Kinder aufgenommen werden, bedauerte der Bürgermeister. In der Krippeneinrichtung befinden sich 24 Kinder, und auch da gibt es derzeit keine freien Plätze. Allerdings sei geplant, eine weitere Gruppe einzurichten, vorausgesetzt, die Gemeinde findet dafür das notwendige Personal.

Die Grundschule wird von 108 Kindern, verteilt auf sechs Klassen, besucht; davon nehmen 77 Schüler die Mittagsbetreuung in Anspruch. Der Gemeinderat habe zudem beschlossen, an der Digitalisierungsoffensive teilzunehmen und die Grundschule mit Laptops auszustatten.

Unter der Erde

Die Erschließungsarbeiten im Baugebiet 15 (Neuenbürger Weg/Bergstraße) sind im vollen Gange. Allerdings sei es zu Verzögerungen gekommen, weil das Landratsamt erhebliche Vorbehalte wegen der Baugrundverhältnisse hatte. Eine zweite Untersuchung habe ergeben, dass das Baugebiet keine geologischen Besonderheiten aufweise und deshalb auch die Einschätzung des Landratsamtes nicht nachvollziehbar sei.

Aktuell laufe die Generalsanierung der Jugendräume im Untergeschoss des Kindergartengebäudes sowie Umbau- und Erneuerungsmaßnahmen im Obergeschoss der Kindertagesstätte. Diese Arbeiten wurden erforderlich, weil von der Leitung eine pädagogische Neustrukturierung der Mäusegruppe angestrebt wird.

Wie der Bürgermeister ausführte, werde es in absehbarer Zeit auch einen Neubau des Feuerwehrgerätehauses geben. Die Raumsituation im Erdgeschoss der Gemeindeverwaltung, in dem die Feuerwehr untergebracht ist, werde immer prekärer. Mehrere Standorte würden untersucht, ein Grundstück würde sich an der Neuen Straße, schon wegen seiner Zentralität anbieten, erläuterte der Bürgermeister weiter.

Solide Finanzen

Wie der Kämmerer erklärte, sei die Gemeinde auch in diesem Jahr mit Rücklagen zum Jahresende von rund 3,14 Millionen Euro solide unterwegs. Im Sparstrumpf hatte Großenseebach zu Jahresbeginn noch 4,42 Millionen Euro, wegen des Baugebiets musste Kämmerer Hausam 1,27 Millionen Euro entnehmen. Er rechnet ab dem kommenden Jahr wieder mit Überschüssen.

Zu Jahresbeginn hatte die Gemeinde noch rund 9000 Euro Schulden, die sich bis zum Jahresende auf knapp über 2000 Euro reduzieren und einer Pro-Kopf-Verschuldung von 88 Cent entsprechen. Die genannten Schulden wurden in Zusammenhang mit der Errichtung einer Photovoltaikanlage auf der Mehrzweckhalle aufgenommen und können nicht vorzeitig getilgt werden. sae

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