Eyrichshof

Große Stars in Eyrichshof

Rösler-Open-Air-Festival Vom 24. bis 29. Juli geht es im historischen Schlosshof richtig rund.
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Eckehard Kiesewetter

Eyrichshof — 2015 hat alles begonnen. Ray Garvey war schon hier, Ritchie Blackmore und Anastacia - um nur einige zu nennen. Dass Schloss Eyrichshof eine Traumkulisse für Open-Air-Konzerte darstellt, hat sich auch bei den großen Stars der Musikszene und deren Management herumgesprochen. Gabi und Wolfgang Heyder, den Eventveranstaltern vom Bamberger Veranstaltungsdienst, liegen bereits Anfragen bis ins Jahr 2020 vor. Für dieses Jahr bescheren die Bamberger den Musikfans im "kleinen geografischen Vakuum" zwischen den Festival-Hochburgen Bamberg und Coburg (O-Ton Wolfgang Heyder) sechs Abende mit Konzert-Highlights für fast jeden Geschmack.
"Das Festival bringt frischen Wind in die Region", sagt Schlossbesitzer Hermann von Rotenhan, der dem vierten Festival in den Mauern seines Schlosses, das neuerlich mit einem großartigen
Line-up aufwartet, bereits seit Wochen entgegenfiebert: "Weltstars in Ebern, das ist eine wirklich tolle Geschichte!"
Eyrichshof zählt nur gut 200 Einwohner, doch in der Woche vom 24. bis 29. Juli werden Tausende zum Schloss der Familie von Rotenhan pilgern. Veranstaltungen dort seien immer ein gewisses finanzielles Risiko, gestehen die Heyders, denn anders als in Großstädten müsse man die Werbung viel breiter anlegen und Plakate viel weiter streuen. Besucher aus der Region machen nur einen kleinen Teil des Konzertpublikums aus, wie Wolfgang Heyder sagt.


Neuer Zuschauerrekord?

Die Konzerte, die aktuellen Verkaufszahlen zufolge auf einen neuen Zuschauerrekord zusteuern, ziehen Gäste aus ganz Franken und Südthüringen an. Der Werbeaufwand sei enorm. Zudem spitze sich die Kostensituation in der Branche zu. Man benötige immer mehr Security und als Aufbauhelfer inzwischen mehrere Crews, weil die Leute nach acht Stunden Arbeit abgelöst werden müssen.
Für die Aufbauten und das Licht-Ton-Setup rechnen die Veranstalter drei Tage ein, binnen eines Tages ist der Abbau bewältigt. Gabi und Wolfgang Heyder sind bereits seit 35 Jahren unterwegs mit großen Künstlern, aber auch Veranstaltungen, die als "Hochsicherheitsrisiko-Geschichten" einzustufen sind und deswegen hohen logistischen Aufwand erfordern.
Die beiden Bamberger berichten über Anfangsprobleme im ersten Eyrichshöfer Festivaljahr 2015, als beispielsweise die Schlosszufahrt sich als zu eng für die Festival-Trucks erwies. Die Bühnenarbeiter mussten das Equipment damals auf kleine Fahrzeuge umladen und in den Schlosshof karren. Auch hier haben die Veranstalter Geld in die Hand genommen und eine eigene Lkw-Zufahrt gebaut. Und sie haben zusätzliche Fluchtwege geschaffen. Heute spricht alles dafür, dass Eyrichshof eine feste Größe unter den Festival-Orten der Region bleiben wird. Dafür garantiert nicht zuletzt die besondere Begeisterung der Heyders für den speziellen Veranstaltungsort. Eyrichshof schätzen die Eheleute als tolle Location, in der sie sich sehr wohlfühlen - nicht zu groß für den Einzugsbereich, aber auch nicht zu klein für attraktive Show-Acts.


Die Größe passt

Es sei ein "absolutes Glück, Stars in dieser Größenordnung hier präsentieren zu können", betonen die Konzertveranstalter, insbesondere in einer Freiluft-saison, die durch die Fußballweltmeisterschaft verkürzt sei.
"Wir haben eine große Liebe gefunden hier in Eyrichshof", sagt Wolfgang Heyder. Die malerische Kulisse des Schlosshofs begeistert ihn.
Die Zusammenarbeit mit dem Eyrichshöfer Baron, dem Hauptsponsor, der Firma Rösler in Memmelsdorf, und den weiteren Unterstützern klappe prima. Auch loben die Veranstalter die Stadt Ebern, die es mit der Sperrstunde nicht pingelig halte, wie dies andernorts zu erleben sei.
Last but not least gebe es bei der Organisation der Parkplätze durch die Freiwillige Feuerwehr "null Probleme". Alles also bereits prima eingespielt und erprobt, selbst bei heftigem Regen, als die Großparkplätze in Ebern genutzt und Shuttle-Busse eingesetzt werden mussten. "Das läuft extrem positiv, das muss man wirklich sagen", bemerkt Gabi Heyder.


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