Scheßlitz

Große Show an der Würgauer Wand

Der 1. Bamberger Automobilclub lässt am Sonntag insgesamt 93 historische Rennfahrzeuge auffahren.
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Einer der beiden Formel-2-Rennwagen, gefahren von Richard Feulner (Kulmbach)  Fotos: gerdplietschpresse.de
Einer der beiden Formel-2-Rennwagen, gefahren von Richard Feulner (Kulmbach) Fotos: gerdplietschpresse.de
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Freunde, Fans und vor allem die Teilnehmer können aufatmen, das Warten hat sich gelohnt: Am Sonntag, 22. September, präsentiert der 1. Bamberger Automobilclub vor der "Würgauer Wand" wieder bundesweit einzigartige Oldtimer bei der inzwischen 12. "Berg-Classic-Würgau".

Rennleiter Hans Schrüfer (Bamberg) hat sich alle Mühe gegeben, ein überaus attraktives Starterfeld zusammenzubringen, und beim ersten Blick in die Starterliste, die insgesamt 18 Solo- und Seitenwagenmaschinen sowie sage und schreibe 93 Autos beinhaltet, wird klar: Das wird ein Super-Sonntag!

Denn neben den historischen Renn- und Rallyefahrzeugen präsentiert der Coburger Unternehmer Michael Stoschek, der die "Berg-Classic-Würgau" mit seiner Firma Brose seit vielen Jahren unterstützt, neben einem originalen Lancia Stratos aus den siebziger Jahren auch den von ihm in Auftrag gegebenen, einzigartigen und einmaligen New Lancia Stratos, komplett aus Kohlefaser gebaut. Stoschek wird dieses einzigartige Fahrzeug den Teilnehmern im Vorfeld der Fahrzeuge der Klasse 6 vorstellen.

Der Renntag beginnt gleich mit zwei international erfolgreichen Stars: Die beiden Fürther Tanja Hentschel und Jürgen Riedel kommen mit internationalen Erfolgen wie zweiten, dritten und vierten Plätzen bei den FIM-Europameisterschaften 2015, 2016 und 2018 und bestreiten die "Brose Berg-Classic" mit einer Aermacchi a la Rossa 200 ccm (Hentschel) und einer Nico Bakker Hona Bol´Dor CB 1000 ccm (Riedel).

Aber auch zwei Einheimische, die Bamberger Markus Dütsch und Jimmy Warwas, kommen mit ihren Moto Guzzi T 3LM (Dütsch) und Suzuki GT 250 ccm (Warwas) nach Würgau, um die dortige "Wand" zu bezwingen.

In der zweiten Motorrad-Klasse starten hautsächlich Gespanne, darunter eine Ireson Yamaha F 2 1000 ccm und 150 PS sowie einige BMW Keeler-Maschinen.

In der ersten Fahrzeugklasse starten Rennwagen bis zum Baujahr 1950. Darunter befinden sich ein Lagonda LG 45 aus 1936, ein Riley Ulster Imp von 1934 sowie zwei Alvis und ein DKW F 1 Monoposto.

In der Klasse vier starten die bekannt schnellen Fiat Abarth sowie die als österreichische "Gemsen" gefürchteten Steyr-Puch-Fahrzeuge. Dabei ist unter anderem auch wieder der Niederländer Ad van Ling aus Zevenar.

Die Klasse fünf bringt dann Fahrzeuge wie einen Ferrari Lusso mit drei Litern Hubraum und 240 PS Leistung, dazu gesellen sich ein Daimler Benz 300 SL, einige Austin Healeys, ein Porsche 356 sowie etliche englische Triumph-Sportwagen.

Rennwagen aus der DDR

Den größten Zulauf erreichte die Klasse sechs, die Rennleiter Schrüfer geteilt hat. In der Klasse sechs (18 Starter) fahren zwei Renault Aloine A 110, ein Austin Healey 3000 MK II, ein Porsche Carrera, erstmals ein VW Scirocco und weitere interessante Rennwagen wie etwa ein Fiat Abarth 124 Rallye von 1966 oder ein kleiner BMW 700 - und zwei Melkus RS 1000, die bekanntesten und erfolgreichsten Rennwagen der ehemaligen DDR.

In der Klasse 6 plus warten dann insgesamt 19 Fahrzeuge auf das Fallen der Startflagge. Mit von der Partie sind ein Lancia Stratos HF, zahlreiche Porsches, darunter ein 911 RSR, ein Ford GT 40, ein Ford Escort RS 2000 (Rennversion), etliche BMWs, ein Lombardi Grand Prix BMT und so weiter.

In der vorletzten Klasse bewegen sich dann Rennwagen bis Baujahr 1970 die "Würgauer Wand" hinauf, mit dabei ist zum ersten Mal ein Porsche GTS mit 3,5 Litern Hubraum und gut 250 PS. Eine weitere Rarität ist ein Abarth OT von 1934, der insgesamt nur dreimal in Deutschland vorhanden ist. In dieser Klasse starten auch einige Formel-V-Rennwagen sowie ein Britannia Formel Junior, der ebenfalls seine Würgau-Premiere feiert.

Autos zum Hören und Riechen

Abschluss und Höhepunkt sind dann natürlich die elf Rennwagen, die als letzte an den Start gehen: Das sind der englische Publikums-Liebling Keith Harris mit seinem Chevron Formel 2, des Weiteren ein GRD-Toyota von Trella Motorsport und natürlich der Kulmbacher Richard Feulner mit seinem Martini BMW.

Der Bamberger Ralf Sauer kommt mit seinem "Stenger C 1" nach Würgau und vom gastgebenden 1. Bamberger Automobilclub sind noch Uwe Scherer auf einem MACO Formel 3 und Stephanus Sperber mit einem Kaiman Formel V sowie Edgar Höllein mit seinem Fiat Abarth SE 025 dabei, die ordentlichen Hör- und Geruchgenuss bieten.

Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.wuergauerberg@hotmail.de. gpp

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