Rugendorf
investitionsprogramm 

Große Pläne für Haus der Jugend

Durch Lüftungsanlagen, Umstellung der Beleuchtung und den Austausch der Fenster könnte der geschätzte Jahresverbrauch auf 162 Kilowattstunden pro Quadratmeter reduziert werden.
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Rugendorf hat sich für das Kommunalinvestitionsprogramm beworben. Das Haus der Jugend soll energetisch saniert werden. Foto: Sonja Adam
Rugendorf hat sich für das Kommunalinvestitionsprogramm beworben. Das Haus der Jugend soll energetisch saniert werden. Foto: Sonja Adam
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Die Gemeinde Rugendorf hat sich für das Kommunalinvestitionsprogramm beworben. Ziel ist es, das Haus der Jugend energetisch zu sanieren. Das Architekturbüro Kestel hat nun einen Maßnahmenkatalog ausgearbeitet. Derzeitig werden im Haus der Jugend durchschnittlich 187 Kilowattstunden pro Quadratmeter verbraucht. Wenn die Fenster ausgetauscht werden (Kosten: 105 000 Euro), die Lüftungsanlagen für die Gruppenräume erneuert werden (Kosten: 25 000 Euro) und die Beleuchtung auf LED umgestellt wird (Kosten: 10 000 Euro) kann der geschätzte Jahresverbrauch auf 162 Kilowattstunden pro Quadratmeter reduziert werden.
Ernst Dehler (Pro Rugendorf) bemängelte, dass an der Heizung selbst keine Maßnahmen geplant seien. "Durch den Anschluss an die Biogasanlage ist die Heizung schon auf einem guten Niveau", erklärte Verwaltungsleiter Florian Puff. Tatsächlich hat das Architekturbüro Kestel einen Endenergieverbrauchswert von 186 Kilowattstunden pro Quadratmeter errechnet. Damit liegt zum Soll-Wert nur eine Überschreitung von ein Prozent vor. Um in den Genuss der Förderung zu kommen, müsste eine Überschreitung von mindestens 30 Prozent vorliegen.
Verwaltungsleiter Florian Puff gab zu bedenken, dass man auch die Größenordnung der Gemeinde Rugendorf in Bezug zum Landkreis bedenken müsse. Die Förderung eines Projektes mit 150 000 Euro sei realistisch. Insgesamt stehen dem gesamten Landkreis Kulmbach 8,8 Millionen Euro an Fördermitteln aus dem Kommunalinvestitionsprogramm zur Verfügung. Diese Summe muss auf 18 antragsberechtigte Kommunen verteilt werden. Welche Kommunen dann tatsächlich zum Zuge kommen, entscheidet übrigens ein Beirat, bestehend aus Mitarbeitern des Landratsamtes und einigen Bürgermeistern (von den Gemeinden, die wegen ihrer zu positiven Finanzlage nicht antragsberechtigt sind). Bis Mitte Februar muss die Bewerbung vorliegen. Eine Entscheidung in welcher Höhe Fördermittel ausgeschüttet werden, ist dann bis Mitte April zu erwarten.


Neues Gewerbegebiet

Schon vor zwei Jahren hat der Gemeinderat Rugendorf beschlossen, dass ein Bebauungsplan für das Gewerbegebiet "Beim Sportplatz II" aufgestellt werden soll. Inzwischen gibt es einen konkreten Interessenten. Allerdings müsste das Gewerbegebiet, um die Ansiedelung zu realisieren, noch um das Grundstück mit der Flurnummer 1171 erweitert werden. Der Flächennutzungsplan müsste geändert werden und in eine gewerbliche Fläche umgewidmet werden, erklärte Bürgermeister Ralf Holzmann.
In der Sitzung des Gemeinderates stellte Architekt Michael Schneider vom Architekturbüro MGG aus Burgkunstadt den geänderten Plan vor. Insgesamt soll in der neuen Planung eine Fläche von 40 000 Quadratmetern links vom Steinbruch entstehen. Entwässert werden alle Flächen separat - mit eigenen Regenüberlaufbecken, erläuterte Schneider die Details.
Ähnlich wie Richtung Kotte und Zeller soll auch in dem neuen Teil des Gewerbegebietes eine Zufahrt - etwas zurückgenommen von der Bundesstraße - entstehen. Allerdings müsste dieser Weg weiter von der Bundesstraße wegrücken als die Zufahrt in Richtung Kotte und Zeller. Der Grund: In der Bauverbotszone der Bundesstraße darf auch keine Zufahrt gebaut werden.
Derzeit wird eine Anschlussmöglichkeit an den Kanal geprüft und ein Lärmschutzgutachten für die erweiterte Planung erstellt. Einstimmig befürworteten die Gemeinderäte die neuen Planungen und beschlossen, die Öffentlichkeit und die Behörden nun neuerlich zu beteiligen.



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