Wachenroth

Größere Gemeinschaft fängt an

Der katholische Seelsorgebereichs Dreifrankenland im Steigerwald feierlich gegründet. Am Vortag wurden die katholischen Dekanate Neustadt und Höchstadt an der Aisch aufgehoben.
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Eine große Anzahl Gläubiger kam zur Gründung des Seelsorgebereichs. Fotos: Ralf Kleineisel
Eine große Anzahl Gläubiger kam zur Gründung des Seelsorgebereichs. Fotos: Ralf Kleineisel
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Zahlreiche Katholiken aus dem unterfränkischen Raum um Iphofen, den mittelfränkischen Orten um Scheinfeld und dem oberfränkischen Gebiet um Schlüsselfeld versammelten sich am Drei-Franken-Stein bei Burghaslach, um mit ihrem jetzt gemeinsamen Pfarrer, Wolfgang Dettenthaler aus Schlüsselfeld, die Gründung des neuen großen katholischen Seelsorgebereichs Dreifrankenland im Steigerwald zu feiern.

Im neuen Seelsorgebereich wurden im Entwicklungsprozess der Erzdiözese Bamberg die drei bisherigen Seelsorgebereiche Iphofen-Seinsheim-Willanzheim, Südlicher Steigerwald und Maria im Dreifrankenland zusammengeschlossen, die am Vortag zusammen mit den bisherigen katholischen Dekanaten Neustadt an der Aisch und Höchstadt an der Aisch aufgehoben worden waren.

Für 16 000 Katholiken

Der neue Seelsorgebereich umfasst 20 Pfarreien und Kuratien mit elf Filialgemeinden für rund 16 000 Katholiken auf einer Fläche von 660 Quadratkilometern; er gehört nun zum vergrößerten katholischen Dekanat Ansbach, das von Dekan Hans-Peter Kunert geleitet wird. Zusammen mit dem Leitenden Pfarrer Wolfgang Dettenthaler sind elf weitere Priester, Diakone, Pastoralreferenten und Gemeindereferenten zusammen mit Brüdern aus dem Franziskanerkloster Schwarzenberg als Voll- oder Teilzeitkräfte in der Seelsorge vor Ort aktiv.

Das entspricht der bisher gewohnten personellen Ausstattung der drei ehemaligen Seelsorgebereiche, deren gewachsene Zusammenarbeit in der Pastoral durch die interne Untergliederung des neuen Seelsorgebereichs in drei Pastoralräume, Weinland, Schwarzenbergerland und Dreifrankeneck gewürdigt wird, um die Organisation der Seelsorge zu erleichtern.

Sitz in Markt Bibart

Die Pfarrbüros bleiben ebenfalls in gewohnter Form erhalten. Markt Bibart ist nun der gemeinsame Verwaltungssitz, da hier eine neue Stelle für einen Verwaltungsleiter mit Sekretariat geschaffen wird.

Am Vormittag wurde der Sonntagsgottesdienst aufgeteilt in die vielen Kirchen des neuen Seelsorgebereichs gefeiert und am Nachmittag eine gemeinsame Andacht mit anschließendem Agapemahl am Drei-Franken-Stein, zu dem die Gläubigen großzügig Speisen und Getränke mitbrachten.

Tiefgreifende Veränderung

Durch diese urchristliche Form des Betens und Feierns setzten die Gläubigen die zwei Ziele der Neuordnung der Seelsorge deutlich sichtbar um: Den Glauben vor Ort stärken und den Glauben auf neue Weise zu den Menschen bringen.

"In unseren Pfarreien spüren wir hautnah, wie tiefgreifend sich die Situation unserer Kirche verändert", beteten die Gläubigen im Gebet zur Neuausrichtung der Seelsorge im Erzbistum, und Pfarrer Dettenthaler hielt dem das Evangelium von den fünf Broten und zwei Fischen entgegen, in dem Christus seine Anhänger dazu einlädt, das, was sie haben, miteinander zu teilen.

Gemeindereferentin Petra Kleineisel betete: "Herr, lass es gut werden." Sie griff dabei die christliche Hoffnung auf, dass auch in Situationen mit Umbrüchen und Ängsten das Vertrauen auf Gott die Kirchen trägt. Ein Segen für alle Gläubigen und Speisen eröffnete das gemeinsame Mahl, bei dem sich die Menschen aus allen Pfarrgemeinden des neuen Seelsorgebereichs angeregt austauschten und neue Kontakte über die bisherigen Grenzen hinaus knüpften.

Neue Kontakte geknüpft

Die Bereitschaft der Gemeindemitglieder, zu kommen und mitzutun, sowie die großzügige Unterstützung der für den Dreifrankenstein zuständigen Kommunen, der Feuerwehr Reichmannsdorf, des Getränkehändlers Schell aus Aschbach und Matthias Dorberths ließen den geistlichen und gemeinschaftlichen Gründungsakt des neuen Seelsorgebereichs Dreifrankenland im Steigerwald am Drei-Franken-Stein zu einem inspirierenden Fest werden. red

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