Münnerstadt
Stadtrat

Gremium lehnt Bauantrag ab

Eine klare Absage hat der Münnerstädter Stadtrat in der jüngsten Sitzung einem Bauantrag für den Neubau von zwei Einfamilienhäusern mit Einliegerwohnungen, Garagen und Carports in der Nikolaus-Molitor...
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Eine klare Absage hat der Münnerstädter Stadtrat in der jüngsten Sitzung einem Bauantrag für den Neubau von zwei Einfamilienhäusern mit Einliegerwohnungen, Garagen und Carports in der Nikolaus-Molitor-Straße erteilt. Das vermeintliche Einvernehmen wurde verwehrt. Bürgermeister Helmut Blank (CSU) zeigte sich sehr zuversichtlich, dass dieses Einvernehmen von der Genehmigungsbehörde, dem Landratsamt Bad Kissingen, auch nicht ersetzt wird.
Das Thema war in der letzten Stadtratssitzung vertagt worden, unter anderem weil die Planung aktualisiert worden war, die Nachbarunterschriften nicht vorliegen, das Vorhaben teils erheblich von den Festsetzungen des Bebauungsplanes abweicht und noch dazu zwei der drei betroffenen Grundstücke im Außenbereich liegen. Einer Bauvoranfrage hatten die Kommunalpolitiker allerdings vor einiger Zeit zugestimmt.
Ralf Verholen (Freie Wähler), der sich schon in der letzten Stadtratssitzung kritisch gezeigt hatte, verwies auf die Höhe der geplanten Gebäude. Das ist auch der Hauptkritikpunkt der Nachbarn, die deshalb ihre Unterschriften verweigert haben. "Wir werden nicht zustimmen", sagte er. Die Frage sei allerdings, so Klaus Schebler (Neue Wege), inwieweit der Stadtrat an die Bauvoranfrage gebunden sei, für die das Einvernehmen erteilt wurde.
"Die Bauvoranfrage wurde zurückgezogen", erinnerte Bürgermeister Helmut Blank. Sein Vorschlag sei, das gemeindliche Einvernehmen nicht zu erteilen. Fast ein Stockwerk sei gegenüber der vorhandenen Bebauung bei dem Vorhaben draufgesetzt worden. Weil es erhebliche Abweichungen vom Bebauungsplan gebe, werde das Landratsamt sicher auch nicht zustimmen. Britta Bildhauer (SPD) meinte, dass man an diesem Beispiel schön sehen könne, wie wichtig die Nachbarunterschriften sind. Wenn die nicht vorliegen, sollte man auch nicht zustimmen.
Keine Probleme sahen die Kommunalpolitiker bei einer vorübergehenden Nutzungsänderung eines Hauses in Maria Bildhausen. Zwei Gegenstimmen gab es bei der geplanten Errichtung eines Containers am TSV-Gelände als Lagerraum für den Betreiber der Gaststätte. Der geplante Neubau einer Gerätehalle und die Erweiterung eines Nebengebäudes in Seubrigshausen bekamen einstimmig das gemeindliche Einvernehmen.


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