Forchheim

Graue Wappen als Wandschmuck?

Ein Regensburger Architektenteam informiert die Mitglieder des Kreis-Bauausschusses über die Gestaltung des neuen Sitzungssaales im Anbau des Landratsamts-Gebäudes.
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Die Wandbespannung könnte mit den stilisierten Wappen der Kommunen bedruckt werden.  Foto: Josef Hofbauer
Die Wandbespannung könnte mit den stilisierten Wappen der Kommunen bedruckt werden. Foto: Josef Hofbauer
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JOsef Hofbauer Die Gestaltung des Sitzungssaales im Neubautrakt des Landratsamtes sowie das Aussehen des davor gelagerten Foyers waren Thema der jüngsten Sitzung des Kreis-Bauausschusses. Das Material und Ausstattungskonzept trug Angelika Greßmann vom Ingenieurbüro DP-Architekten (Ulrich Dotter und Albert Payer) vor.

Das Foyer, das dem neuen Sitzungssaal des Landratsamtes vorgelagert wird, ist sowohl über einen Aufzug, als auch über eine Treppe erreichbar. Eine Glasfront im Südwesten sorgt dafür, dass dieser "Empfangsraum" hell und freundlich wirkt. Unter der Fensterfront des rund 100 Quadratmeter großen Vorraumes haben die Architekten eine umlaufende Sitzbank geplant.Der Sitzungssaal selbst habt mit rund 250 Quadratmetern annähernd die gleiche Größe wie der frühere, rechteckige Tagungsraum, ist mit den Ausmaßen von 14,50 mal 14,70 Metern aber nahezu quadratisch ausgerichtet. "Von den Farben und dem Material haben wir uns am früheren Bestand orientiert", informierte Architektin Angelika Greßmann.

Soll heißen: Die Wände werden in einer muskat-farbigen Ton gestrichen und die Lochdecke wird weiß. Nur beim Fußboden wählte das Architektenteam um Philip Rainer die hochwertigere Variante eines Parketts. Auf einem Podest werden die Sitzmöbel für den Landrat und die Abteilungsleiter positioniert. Die Stühle und Tische für die Mitglieder des Kreistages können dagegen frei im Raum positioniert werden.

Angesichts dieser Informationen vermisste Kreisrat Matthias Striebich (Die Grünen) das Innovative, Neue, Zukunftsweisende. "Die Gestaltung erinnert mich schon sehr an den alten Sitzungssaal" zeigte sich der Kreisrat enttäuscht. Leicht irritiert gab Architektin Greßmann zu bedenken, dass ein Sitzungssaal nun einmal durch die Funktion bestimmt werde. Dafür erhalte der Tagungsraum eine moderne kreisrunde Beleuchtung.

Kunst für den Sitzungssaal?

CSU-Fraktionschef Edwin Dippacher machte sich Gedanken über die künstlerische Gestaltung des Sitzungssaales. Dafür, so informierte das Regensburger Architektenteam sei die Wandbespannung hinter dem Sitzungspodest geeignet. Eine gut zwei Meter hohe, quer über die Wand verlaufende Bespannung, die zur Verbesserung der Akustik des Saales dienen soll, könne dafür verwendet werden. Hier ist daran gedacht, die graue Stofffläche mit den stilisierten Wappen der Landkreisgemeinde zu bedrucken. Zusammen mit dem Landkreiswappen ergäben sich 30 Quadrate, aus denen sich ein Rechteck formen ließe. Der Wandbehang könne aber auch mit einem fei wählbaren Motiv bedruckt werden, versicherte die Architektin.

Bei der Wahl der Sitzmöbel einigte sich das Gremium auf Varianten, die den ergonomischen Anforderungen genügen und das Finanzbudget nicht überschreiten. Gedacht ist an frei schwingende, stapelbare Stühle, möglichst mit Armlehnen. Bei den Tischen lautete die Empfehlung an die Planer lediglich: Sie sollen dazu passen und leicht zu handhaben sein.

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