Marktrodach

Gräbner für ÜWG am Start

Nach seinem Austritt aus der SPD geht Norbert Gräbner für neue Farben ins Rennen um den Marktrodacher Bürgermeister-Sessel. Die ÜWG-Mitglieder kürten ihn zu ihrem Kandidaten.
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Norbert Gräbner will auch die nächste Bürgermeisterwahl in Marktrodach für sich entscheiden - diesmal allerdings nicht für die SPD, sondern für die ÜWG. Foto: Veronika Schadeck
Norbert Gräbner will auch die nächste Bürgermeisterwahl in Marktrodach für sich entscheiden - diesmal allerdings nicht für die SPD, sondern für die ÜWG. Foto: Veronika Schadeck

Veronika Schadeck Am Donnerstagabend fand in der Rodachtalhalle die Nominierung des Bürgermeister- und der Gemeinderatskandidaten der ÜWG/Freien Wähler statt. Dabei wurde Norbert Gräbner, der amtierende Bürgermeister, mit 16:2 Stimmen als Bürgermeisterkandidat der Überparteilichen Wählergemeinschaft (ÜWG) gekürt.

Überraschend ist zudem, dass sich mit Thomas Hümmrich ein ehemaliges SPD-Mitglied (wir berichteten) und mit Michael Stöhr ein CSU-Mitglied nun auf der Liste der ÜWG für ein Mandat im Gemeinderat bewerben. Alle drei haben jetzt bei der ÜWG eine politische Heimat gefunden.

Bürgermeister Norbert Gräbner begründete seine Bewerbung für eine Wiederwahl mit einer Zeit rasanter gesellschaftlicher Veränderungen. Die Demokratie befinde sich im Umbruch, wenn nicht gar in einer Krise. Die Kommunen seien der Ort, der den Bürgern am nächsten sei.

Projekte angesprochen

Er sprach davon, dass die Bürger immer mehr das Gefühl hätten, dass für Politiker nur die persönliche Karriere im Vordergrund stehe. Er selbst fühle sich unverstanden. Gerade in dieser Zeit wolle er vor Ort seinen Beitrag zur Bewältigung der Probleme leisten. Jetzt sei es wichtig, dass ein Bürgermeister versöhnend und ausgleichend wirke. Es sei von Vorteil, wenn ein Gemeindeoberhaupt unter diesen Umständen die nötige Erfahrung mitbringe und den Mut zu neuen Ideen zeige.

Gräbner ging zudem auf verschiedene Projekte wie die Dorferneuerung in Seibelsdorf oder die Umgehung von Zeyern ein. Er wolle sein Wissen, seine 24-jährige Erfahrung und seine Schaffenskraft als Bürgermeister seiner Heimatgemeinde zur Verfügung stellen. Gerade jetzt gelte es, zu handeln und die Fördertöpfe auszuschöpfen. Vor allem aber stehe bei ihm der Mensch im Mittelpunkt seines Denkens und Handelns.

Der Vorsitzende der ÜWG, Michael Linke, betonte, dass die ÜWG keine Partei, sondern ein Verein sei. Kein Kandidat sei Mitglied einer Partei. Er sehe sich zudem auch nicht als Konkurrenz zu einer Partei. Die ÜWG habe nur ein Ziel, zum Wohle der Bürger zu arbeiten. Deshalb unterstütze die ÜWG jede gute Idee, egal von welcher Fraktion oder von welcher Person diese komme.

Folgende Kandidaten stellen sich für die ÜWG zur Wahl: 1. Norbert Gräbner, 2. Ewald Müller, 3. Gabriele Zottmann, 4. Hubert Bähr, 5. André Kestel, 6. Michael Stöhr, 7. Saskia Linke, 8. Frank Müller, 9. Rüdiger Holzmann, 10. Heike Ramm, 11. Thomas Hümmrich, 12. Andreas Murmann, 13. Nadine Hempfling, 14. Michael Linke, 15. Susanne Meinardy, 16. Johannes Bühler; Ersatz: Andreas Feulner. Diese Kandidaten streben bei den Wahlen im März 2020 ein Mandat im kommunalen Gremium an.

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