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Stockheim

Gräbervielfalt wird größer

Auf dem Friedhof in Stockheim gibt es neben anderen Bestattungsformen jetzt auch Rasen-Urnengräber.
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Bürgermeister Rainer Detsch zeigt auf dem Friedhof in Stockheim die neu angelegten Rasen-Urnengräber. Inzwischen gibt es weitere Bestattungsvarianten.  Foto: K.- H. Hofmann
Bürgermeister Rainer Detsch zeigt auf dem Friedhof in Stockheim die neu angelegten Rasen-Urnengräber. Inzwischen gibt es weitere Bestattungsvarianten. Foto: K.- H. Hofmann

Karl-Heinz Hofmann Stockheim — Die Gemeinde Stockheim bietet neue Formen der Bestattung an. "Wir wollen uns dem Trend der Zeit nicht verschließen", so Bürgermeister Rainer Detsch, als er im Friedhof von Stockheim der Presse die kürzlich angelegten Rasen-Urnengräber zeigte. Neun davon hat man in einer Freifläche in einer Reihe angelegt. Das Rasenfeld kann nach Bedarf im Anschluss an das begonnene Gräberareal erweitert werden.

Diese Urnengrabstätten liegen ohne Grabhügel ebenerdig in einem dafür angewiesenen Bereich und werden ausschließlich von der Friedhofsverwaltung gepflegt. Gestaltung und Dekoration der Grabstätten können mit wenigen Vorgaben durch die Friedhofsverwaltung frei gewählt werden. Das Nutzungsrecht entsteht nach Zahlung der fälligen Gebühren und dem Eintrag in die Grabkartei sowie der Aushändigung der Graburkunde.

Wie der Rathauschef beim Rundgang weiter informierte, gingen die Wünsche der Hinterbliebenen in jüngster Vergangenheit sogar noch weiter. "Um ihnen weite Wege zu Bestattungen zu ersparen, haben wir uns mit dem Gemeinderat zu neuen Wegen entschlossen und bieten mehrere Grabvarianten auf unseren gemeindlichen Friedhöfen an", so Detsch.

In Stockheim, Burggrub, Haig, Haßlach und Reitsch sind folgende Begräbnisvarianten und Grabarten gestattet: Reihengräber (Einzelgräber für Körper-Erdbestattung), Wahlgräber (Familiengräber für Körper-Erdbestattung), Kindergräber, Urnengräber, Urnengemeinschaftsanlagen (anonyme Gräberfelder für Urnenbeisetzungen), Urnenrasengräber mit Platte sowie auch Baumgrabstätten.

Geschäftsleiter Rainer Förtsch fügt hinzu, dass sich inzwischen auch die katholische Kirche mit ihrem Friedhof in Neukenroth den Bestattungsvarianten der Gemeinde angeschlossen hat.

Wie Bürgermeister Detsch zu den gemeindlichen Friedhöfen weiter erklärte, betreibt die Gemeinde zum Zweck einer geordneten und würdigen Totenbestattung, insbesondere der Gemeindeeinwohner, die genannten Friedhöfe als eine öffentliche Einrichtung, für die eine gesonderte Friedhofs- und Bestattungssatzung gilt. Das Recht und die Pflicht zur Benutzung (Inanspruchnahme) der einzelnen Bestattungseinrichtungen bestimmen sich nach Maßgabe dieser Satzung, die an jedem Friedhof zur öffentlichen Einsicht für jedermann ausgehängt ist. Unter anderem heißt es darin: "Die gemeindlichen Friedhöfe sind insbesondere den verstorbenen Gemeindeeinwohnern als würdige Ruhestätte und zur Pflege ihres Andenkens gewidmet. Die gemeindlichen Friedhöfe werden von der Gemeinde als Friedhofsträgerin verwaltet und beaufsichtigt. Die Friedhofsverwaltung kann Ablagestellen für Blumen und Gestecke einrichten."

Auf den Friedhöfen gelten keine besonderen Gestaltungsvorschriften hinsichtlich von Grabstätten. Inhalt und Gestaltung der Inschrift sowie der Grabstein müssen mit der Würde des Friedhofs in Einklang stehen und dürfen nicht aufdringlich, unruhig oder effektheischend wirken. Grabstätten müssen mit einer Einfassung versehen werden. Darauf weist Stockheims Bürgermeister Rainer Detsch nochmals ausdrücklich hin.