Nordhalben

Grabgebühr steigt

In Nordhalben wurden die jährlichen Nutzungsentgelte für Grabstellen angehoben. Ein Doppelgrab kostet jetzt 30 statt 25 Euro.
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Susanne Deuerling Nordhalben —  Das Friedhofswesen ist eine der kostenrechnenden Einrichtungen der Gemeinde. Das jährliche Defizit von 5000 Euro muss neutralisiert werden. Deshalb hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen, nach der letzten Erhöhung vor fünf Jahren nun die jährlichen Grabgebühren neu festzusetzen.

Deshalb wurde die Grabstätte für ein Urnengrab von 7,50 Euro auf 9,00 Euro angehoben, dasselbe gilt für ein Kindergrab. Ein Erwachsenengrab steigt von 12,50 Euro auf 15 Euro, das Familien- bzw. Doppelgrab von 25 Euro auf 30 Euro. Für jeden weiteren Grabplatz von 12,50 Euro auf 15,00 Euro.

Michael Wunder (CSU) meinte, dass dies wohl nicht zu vermeiden sei und die Erhöhungen noch moderat seien. Auch für Ludwig Pötzinger (FW) ging das in Ordnung, es sei keine große zusätzliche Belastung für die Bürger, setze aber ein gutes Zeichen für die Rechtsaufsicht. Auf Nachfrage von Michael Franz (SPD), wie es in anderen Gemeinden aussieht, sagte Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger, dass sich die Erhöhung im Rahmen befinde, einige Gemeinden sogar bedeutend höher liegen.

Aufgrund des Wechsels von Sven Schuster nach Teuschnitz wurde nun die Bestellung zum Standesbeamten widerrufen, da dies nur für den Bereich gilt, wo er seinen Dienst verrichtet. Auf Nachfrage erklärte Geschäftsleiter Joachim Ranzenberger, wie es nun mit dem Standesamt Nordhalben weitergeht. Man habe die Aufgaben zum 1. September 2019 an das Standesamt Kronach abgegeben. Aufgrund der niedrigen Fallzahlen lohne sich der Aufwand für Personal und Schulungen in Nordhalben nicht mehr. Es kann jedoch in Nordhalben weiter geheiratet werden, nur die Beurkundung und Aufnahme erfolgt in Kronach, Urkunden können dann telefonisch beantragt und zugeschickt werden.

Haushalt ist genehmigt

Bürgermeister Michael Pöhnlein (FW) informierte darüber, dass der Haushalt 2019 von der Kommunalaufsicht ohne Einwände genehmigt wurde.

Die Aufträge für die Erneuerung der EDV-Anlage im Rathaus und die Schließanlage für die Nordwaldhalle und anderer kommunaler Einrichtungen wurden vergeben und werden zeitnah ausgeführt.

Im Rahmen der Nordostbayerninitiative wurden die Arbeiten für die Freiflächen der Neuen Gasse 46 an die Firma Gareis, Neuengrün vergeben.

Einstimmig wurden zwei Rechnungen für Sofortmaßnahmen im Straßenbereich genehmigt, die über 3000 Euro und damit über dem Verfügungsbetrag des Bürgermeisters lagen. Es betrifft die Rechnungen der Firma Kürschner in Höhe von 4160 Euro und 3089 Euro. Die Maßnahmen wurden wegen Unfallgefahr sofort eingeleitet und durchgeführt.

Nach Eintreffen der Stabilisierungshilfe in Höhe von 750 000 Euro dürfen Investitionen von 50 000 Euro vorgenommen werden, für Sonstiges stehen 5000 Euro zur Verfügung. Der Rest wird in die Sondertilgung der Darlehen gesteckt.

"Es ist schön, dass wir unsere Verschuldung senken können, aber noch schöner wäre es, wenn wir etwas mehr zur freien Verwendung hätten. Wir sagen aber Danke an die Regierung für die finanzielle Hilfe", sagte Bürgermeister Pöhnlein.

Pöhnlein berichtete auf Nachfrage, dass bereits einige Mitfahrerbänke aufgestellt wurden. Die anderen genauen Standorte und Schilder werden vom Bauausschuss noch festgelegt. Wer als Autofahrer mitmacht, der soll sich im Rathaus melden, es gibt dann Aufkleber für die Windschutzscheibe. Ralf Ellinger (FW) regte an, dass der Gemeinderat hier mit gutem Beispiel vorangehen solle.

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