Ziegelanger

Gospelchor Haßberge riss mit

Die "Kirchenmusik in den Haßbergen" beeindruckte mit ihren Aufführungen in Maroldsweisach und Ziegelanger.
Artikel drucken Artikel einbetten
Der Gospelchor Haßberge unter Matthias Göttemann begeisterte bei zwei Konzerten in Maroldsweiach und Ziegelanger (im Bild).  Foto: pr
Der Gospelchor Haßberge unter Matthias Göttemann begeisterte bei zwei Konzerten in Maroldsweiach und Ziegelanger (im Bild). Foto: pr

Wieder einmal lieferte der Gospelchor Haßberge zwei begeisternde Konzerte ab, die zuvor in der Probenphase von Juli bis Oktober erarbeitet worden waren. Mit einer inte-ressanten Mischung aus Gospel, Jazz, rockigen Kirchenliedern, Popp und Filmmusik zeigte der Chor sein großes Können bei den Aufführungen in Maroldsweisach und Ziegelanger und Chorleiter Matthias Göttemann sein Geschick, ein spannendes Programm zusammenzustellen.

Das Publikum geht mit

Gleich zu Beginn des Konzertes animierten die professionelle Jazzband die Sänger und Matthias Göttemann mit "Now let us sing" das Publikum zum Schnipsen, Klatschen oder Mitsingen. Später schwelgten die Zuhörer in biltzsauberen Klängen aus "Somewhere over the rainbow” oder Elton Johns "Can you feel the love tonight” und "Circle of life”.

Göttemann moderierte das Programm mit kurzen Erklärungen. Spätestens bei der Rockversion von "Tut mir auf die schöne Pforte" und dem Gloria aus der Mainzer Messe von Thomas Gabriel war es mit dem bloßen Zuhören vorbei; die Zuhörer standen auf und sangen sogar im Wechsel mit dem Chor.

Auch Jazzliebhaber kamen auf ihre Kosten: Eine  professionelle Jazzband war für die Begleitung des Chores engagiert worden, spielte aber auch eigene Standards. Peter Thoma am Saxophon, Max Ludwig am Schlagzeug, Peter Puskas am E-Bass und Evgenij Zelikman am Piano wurden begeistert beklatscht.

Ganz nach diesem Motto suche die "Kirchenmusik in den Haßbergen", so Matthias Götte-mann, die Zusammenarbeit mit anderen Institutionen. So freute sich der Dekanatskantor, die Bigband des Regiomontanus-Gymnasiums Haßfurt mit seinem Leiter Ekkehard Grieninger empfangen zu dürfen. Mitten im Konzert erschienen plötzlich gut 20 Schüler und füllten den Kirchenraum, zunächst in Maroldsweisach und einen Tag später in Ziegelanger, mit Titeln wie "I will follow him" aus "Sister act" oder "Maria, Maria" von Carlos Santana. Als Solistinnen eroberten Jule Thamm mit "Valerie" (Amy Winehouse) und Jule Scheuring mit "September" (Earth, Wind & Fire) die Herzen des Publikums.

Die besten Nummern hatte sich der Gospelchor Haßberge bis zum Schluss aufgehoben. Bei dem populären Traditional "Tshotsholoza" aus Südafrika hatte man bei geschlossenen Augen das Gefühl, man hörte einen afrikanischen Chor singen. Und dann: Bodypercussion der Sänger, immer stärker werdender Regen und Gewitterdonner, bevor "Africa" von Toto die Zuhörer aus den Sitzen riss. red

Kommentare (0)

was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren