Kulmbach

"Goldene Rose" für Günter Reif

Der Landesverband für Gartenbau und Landespflege ehrt den Kulmbacher Kreisvorsitzenden mit seiner höchsten Auszeichnung überhaupt. Redner loben das europäische Schutzgebietsnetz "Natura 2000".
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Die Jugendgruppe "Maulwürfe" des Gartenbauvereins Hutschdorf beantwortete in einem Sketch die Frage "Was macht eigentlich ein Gartenbauverein?"
Die Jugendgruppe "Maulwürfe" des Gartenbauvereins Hutschdorf beantwortete in einem Sketch die Frage "Was macht eigentlich ein Gartenbauverein?"
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Ein Höhepunkt der Jahrestagung des Landesverbands für Gartenbau und Landespflege am Samstag in der Dr.-Stammberger-Halle war die Verleihung der "Goldenen Rose" an Günter Reif. Der Kulmbacher Kreisvorsitzende erhielt damit die höchste Auszeichnung, die der Landesverband zu vergeben hat.

Präsident Wolfram Vaitl würdigte die Verdienste Günter Reifs: "Er engagiert sich seit Jahrzehnten für unseren Verband. Mit Begeisterung arbeitete er an der Neuentwicklung der Satzung des Landesverbands mit." Besonders durch seine fundierten Fachvorträge sei der Geehrte über die Region Kulmbach hinaus ein anerkannter und geschätzter Ansprechpartner.

Mit der "Goldenen Rose" werden Vaitl zufolge Persönlichkeiten geehrt, die sich um die Organisation der Obst- und Gartenbauvereine in Bayern außergewöhnliche Verdienste erworben haben. Erste Gratulanten waren Landrat Klaus Peter Söllner und Kreisfachberater Friedhelm Haun.

Naturbewusstsein nimmt zu

Wie der Präsident feststellte, steht die Wertschätzung für eine intakte Natur und artenreiche Landschaften bei den Bürgern in Bayern höher denn je im Kurs: "Dies zeigt nicht nur die hohe Beteiligung am Volksbegehren ,Artenvielfalt', sondern auch die aktuelle Naturbewusstseinsstudie des Bundesumweltministeriums." Das europäische Schutzgebietsnetz "Natura 2000" trage hierzu entscheidend bei. Es umfasse europaweit 27 000 Gebiete mit einer Fläche von mehr als einer Million Quadratkilometer. "Es ist somit ein unverzichtbarer Pfeiler zum Schutz der Natur- und Kulturlandschaften."

Die Jugendgruppe "Maulwürfe" des Gartenbauvereins Hutschdorf gefiel mit ihrem Sketch "Was macht eigentlich ein Gartenbauverein?".

"Wir empfinden es als Ehre, dass Sie bei uns in Kulmbach zu Gast sind", sagte Landrat Klaus Peter Söllner. Die Gartenbauvereine würden hervorragende Arbeit leisten. "Sie kümmern sich um viele Dinge, die für Mensch und Natur wirklich wichtig sind. Man sieht es einem Dorf an, ob es dort einen lebendigen Gartenbauverein gibt." Söllner erinnerte auch daran, dass der Landkreis Kulmbach einst mit Paul Späth einen der Protagonisten des legendären Wettbewerbes "Unser Dorf soll schöner werden" hervorgebracht habe.

Vielfälltige Landschaften

In seinem Festvortrag erläuterte Dieter Pasch, Leiter der Bayerischen Akademie für Naturschutz und Landschaftspflege, die wesentlichen Inhalte von "Natura 2000". Darauf aufbauend zeigte er auf, wie Obst- und Gartenbauvereine und alle Gartenbesitzer einen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt beisteuern können.

Dieter Pasch betonte, dass es in Bayern die meisten "Natura 2000"-Gebiete gibt: "Vielfältige Landschaften wie die Seen und Moore des Voralpenlandes, markante Bereiche der Alpenkette, Kalkfelsen des Jura oder weitläufige Mittelgebirge stehen stellvertretend für den ganzen Freistaat." Nur eine intakte Natur liefere den Menschen die notwendigen Lebensgrundlagen.

Für die musikalische Umrahmung sorgte das Blechbläserquartett des Musikvereins Ludwigschorgast. Rei.

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